» Herzlich Willkommen!
Ihr wollt unbedingt Spannung, Action oder einfach nur einen Ausklang zu der modernen Welt? Dann seit ihr bei uns genau richtig. Die Welt ist nicht mehr die, die wir kannten. Untote wandeln alleine oder in großen Horden umher. Jedoch sind sie nicht die größte Bedrohung. Nach den Jahren wissen die Überlebenden, wie sie mit diesen umgehen müssen. Die größere Bedrohung sind wohl andere Überlebende, denn Gesetze oder Strafen gibt es nicht mehr. Deswegen haben sich einige zu Kolonien zusammengeschlossen, in denen jeder seine Aufgabe und einen sicheren Schlafplatz hat. Du kannst dich zwischen der Cottage by the Sea entscheiden, eine frühere Ferienanlaga direkt am Meer oder den Anarchy Riders, der Außenposten der Cottage, die in einem Clubhaus leben. Wie wäre es hoch oben in den Bergen in einem mittelalterlichen Dorf zu leben und sich selbst zu versorgen? Im Valley Balar ist es möglich. Als Nomade kannst du hin, wohin du willst und brauchst dich nur um dich kümmern. Vielleicht willst du dich auch dem Bösen anschließen, dann bist du bei der Company sehr gut aufgehoben. Egal wie du dich entscheidest, es wird dein Leben verändern.
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Die ersten Schneeflocken und Krokusse sprießen aus dem aufgeweichten Boden und färben die sonst triste Welt bunt. Der Schnee ist komplett verschwunden und spürt die erste Frühlingsluft. Einige Tage sind noch immer kalt, doch es kommt auch mal vor, das uns die Sonne aufwärmt. Der Februar verhält sich jedes Jahr anders, dieses Jahr bringt er uns den Frühling früher.
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☣ Enid Taylor ☣ Henry ☣ Lydia ☣ Ezekiel ☣ Dwight ☣ Eugene ☣ Tara Chambler ☣ Siddiq ☣ Auch viele Free Gesuche warten darauf, endlich in Empfang genommen zu werden. So haben wir ähnliche Storys wie bei VIKINGS oder ANARCHY RIDERS, jedoch mit abgeänderten Namen und Story. Auch ohne Serienwissen bist du bei uns gerne willkommen !!!

#1

Wald

in Außenbereich 20.11.2018 21:22
von Daryl Dixon | 3.966 Beiträge



Alles Menschliche hängt an einem dünnen Faden u. plötzlich stürzt,was so eben noch stark war

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#2

RE: Wald

in Außenbereich 21.11.2018 20:35
von Alicia Clark | 325 Beiträge

// ich mache den Post mal hier hin ist besser

Es wurde immer kälter und kälter, der Schnee blieb mittlerweile auch liegen sodass man nur mit größter Mühe vorwärts kam,ich lief schon mehrere Stunden am Stück, meine Hände froren und ich könnte schwören das mir Eiszapfen die Nase herunter hängen. Für so ein Wetter war ich echt nicht gemacht, früher war Schnee ja ganz cool, bevor die Welt unterging doch jetzt nervte es einfach nur noch, es macht einen langsamer und einem ist kalt. Das einzige was bei Schnee vermutlich ein Vorteil war das man Bewegungen im Schnee hört also weiß man immer ob jemand oder etwas in der Nähe ist. Ich stiefelte weiterhin durch den Schnee, Häuser waren hier echt fehl am Platz, weit und breit nur eingeschneite Felder und Wiesen, von weitem sah man einen Wald, vielleicht hätte ich dort mehr Glück, vielleicht würde ich dort ein Jägerstand oder ein Baumhaus finden. Bei dem Gedanken an ein Baumhaus musste ich automatisch an meine gemeinsame Zeit mit Scarlett denken, wir kamen grade damals ins Teenager Alter und entdeckten unsere Sexualität und das immer in dem Baumhaus hinter unserem Häusern. Ob Scar noch lebt? Als die Apokalypse ausbrach brach auch der Kontakt zu ihr ab, meine Familie hatte am Anfang noch Pläne, als wir damals auf einem Typen trafen der ein Schiff hatte fuhren wir damit nach Mexiko, erst vor einem halben Jahr führte mich mein Weg zurück in die Vereinigten Staaten oder zumindesens das was davon übrig ist. Wieso grade Mexiko kann ich nicht sagen, sie dachten vermutlich das es sicherer auf einen anderen Kontinent sind doch Fehlanzeige, alle mit denen ich dort war sind mittlerweile tot, selbst mein Bruder. Das Schiff überhaupt wieder in Gang zu kriegen war kein leichtes, der Sprit war alle und um zurück nach Amerika zu kommen brauchte ich eine menge Sprit, drei Monate und jede menge Autos benötigte es damit ich es zurück schaffte und wofür? Richtig um jetzt durch den Schnee zu watscheln und mir meinen Arsch abzufrieren. Nach 20 Minuten kam ich an dem Waldrand an, schon als ich den Weg zu diesem Wald ging sah man die riesigen Berge hinter diesem Wald, ich weiß nicht genau wie hoch sie sind doch dort oben würde es mit Sicherheit kein Zombie hin schaffen, ein wenig Ruhe war ja nicht zu viel verlangt. ein paar Tage oder eine Woche ohne Zombies. Ich schaute mich um und sah ihm Schnee eine Art Schleifspur, wenn man es denn so nennen konnte, neben der großen Schleifspur waren sowohl Handabdrücke als auch andere Schleifspuren, wohlmöglich von den Armen. Muss echt scheiße sein wenn man als Zombie kriechen muss, wie soll man da jemanden fressen, am besten ich erlöse den Zombie von seinem Leid. Ich folgte also der Schleifspur in den Wald hinein, mehrere Stunden vergingen bis sich die Schleifspur mit einer anderen Spur kreuzte, Fußabdrücke, was das wohl zu bedeuten hat?

@Ivar O‘Bryan
@April Benson


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#3

RE: Wald

in Außenbereich 22.11.2018 13:20
von Ivar O Bryan | 231 Beiträge

In allen Monaten hatte Ivar leichtes Spiel mit seiner Behinderung, doch der Winter war der Tod für ihn. Den ersten Winter ohne Beine überlebte er in der Siedlung seines Unfalles. Am Rand gab es noch genug Häuser, die nicht geplündert waren, damit überlebte er dann recht gut. Zudem musste er sich nicht durch Zentimeter hohe Schichten von Schnee kämpfen. Denn nun froren nicht nur seine Füße bei der Kälte ein, sondern sein ganzer Körper. Schließlich kroch er über den Boden und jede Stelle seines Körpers berührte den Boden.
Am schlimmsten war es für ihn wenn er seine Hände nicht mehr spürte. Ohne seine Hände konnte er sich zwar fortbewegen, doch war er Beißern hilflos ausgeliefert. Den Knauf des Messers konnte er nicht richtig mit der Hand umschließen oder er bekam seine Axt einfach nicht mit klammen Händen aus seinem Gürtel. Die Pistole konnte er zwar noch betätigen, doch meist sparrte er sich die Munition für extreme Notfälle auf, wie dass eine Handvoll Untote auf ihn zuwankten oder ein Nomade ihn ausrauben wollte. Bei Menschen, die ihn bedrohten, kannte er inzwischen keine Gnade mehr. Er war ihnen deutlich unterlegen und weglaufen kam ja nun auch nicht mehr in Frage. Das hieß, wenn Olivar keine guten Absichten bei seinem Gegenüber erkannte, reagierte er bevor die andere Person es tun konnte. Ein Schuss in den Kopf war da die einfachste Lösung oder ein Wurf mit der Axt. Lange genug hatte er in seiner Umgewöhnungsphase trainiert, damit seine Axt so gut wie nie das Ziel verfehlte. Schlussendlich war er ja sonst seine Waffe weg. Also musste er treffen.
Da er durch den Schnee und die Kälte mehr Energie aufbringen musste als zu den restlichen Jahreszeiten hielt er sich fern von Siedlungen und den sich darin befinden Beißern. Doch auch Menschen traf er dadurch seltener an, wo er doch gerade auf diese besonders angewiesen war. Zwar nur auf die gut gesinnten, doch zur Not würde er sich im Moment auch zwielichtigen Gestalten anschließen. Inzwischen war alles besser als alleine in der Kälte herum zuirren. Denn genau dies tat er gerade. Zu seinem Leidwesen musste er sich eingestehen, dass er gerade keine Ahnung hatte wo er sich befand. Klar, er sah Felder und Wiesen und irgendwo in der Ferne einen Wald und Berge, doch an nichts von alledem konnte er sich auch nur irgendwie orientieren. Seine Karte von der Gegend war durch ein nettes Treffen mit einem Abhang und einem Bach zerstört worden, weswegen er sich nur noch auf seine Erinnerungen beziehen konnte. Doch ohne Anhaltspunkt brachte auch eine wage Vorstellung von der Gegend nichts.
Damit er wenigstens nach einer kurzen Pause, die er regelmäßig brauchte um seine Hände aufzuwärmen und wieder etwas zu Kräften zu kommen, nicht einem Schneehaufen glich, peilte er den Wald an. Die Bäume boten ihm etwas Schutz vor dem Schnee und da es Nadelbäume waren konnte er sogar unten den Zweigen eines Baumes einen Fleck Erde finden, der schneefrei war.
Also zog er sich mit den Armen über die große Wiese und nutzte dabei seine letzten Kräfte. Auf der Wiese war er das perfekte Ziel für alles und jeden. Jeder konnte ihn sehen, aber er kaum jemanden. Was kein Wunder war, denn er fühlte sich im Moment eher so als würde er schwimmen als zu kriechen. Der Schnee ging ihm bis unter die Nase, sodass er nach wenigen Minuten sein Gesicht nicht mehr spürte.
Nach einer halben Stunde kam er endlich am Waldrand an und verschnaufte der kurz angelehnt an einem Baumstamm. Nachdem er seine Hände durch seine eigene Körperwärme am Oberkörper wieder aufgewärmt hatte und so oft in sein Gesicht klopfte bis er es wieder spürte, zog er auch wieder weiter. Je tiefer er im Wald war, desto dichter war dieser und bot mehr Schutz.
Also hieß es noch weitere Stunden sich durch den Wald zu schleppen, bevor er eine längere Pause einlegen würde.
Da es im Wald hin und wieder leicht nach oben ging und er ohne Hilfsmittel immer wieder nach unten rutschten würde, zog er schon mal seine Messer und band sich die angebrachten Schlaufen um die Handgelenke. Mit den Schlaufen würde er seine Waffen selbst dann nicht verlieren, wenn er man wieder irgendwo hinabrutschte. Es wäre nämlich ziemlich unpraktisch für ihn, wenn er einen Abhang runterrutscht und das einzige Mittel um wieder nach oben zu kommen, war genau dort wo er nicht hin kam.
Alsdann seine Arme durch die Anstrengung anfingen kraftloser zu werden, schaute er sich nach einem geeigneten Ort für eine Pause um, während er sich weiter durch den Schnee zog.
Kurz darauf fand er zwar keinen geeigneten Ort, aber Fußspuren. Nach einem kritischen Blick auf diese stellte er fest, dass diese einen Menschen gehören mussten. Die Abdrücke waren zu gleichmäßig und ohne jeglichen Nachziehen oder umknicken der Fußgelenke.
Nun stand Ivar vor der Entscheidung entweder weiter nach einem Schlafplatz zu suchen oder dem Menschen zu folgen. Ersteres wäre gerade jetzt für ihn ein wahrer Segen, denn wenn er sich weiter durch den Schnee kämpfte, würden sicherlich seine Arme bald anfangen zu schmerzen. Doch eine Unterkunft brachte ihn nur ein Mal etwas ein. Ein Mensch war eventuell längerfristig eine große Hilfe. Vorausgesetzt die Person war ihm freundlich gesinnt und wollte ihn nicht nur ausrauben.
Obwohl die Sonne langsam anfing unterzugehen entschied er sich dazu der Spur noch weiter zu folgen. Würde er erst am nächsten Tag ihr folgen wäre sie durch Neuschnee wahrscheinlich wieder verschwunden.
Nach einer Weile - der Ire hatte fast schon seine Hoffnung aufgegeben den Menschen zu finden, da die Sonne nur noch maximal eine Stunde die Gegend erleuchtete - hörte er das vertraute Knistern von Feuer.
Ein breites Grinsen schlich sich auf sein Gesicht. Feuer! Das hieß Wärme und Überlebende. Nun musste er nur noch die Person überzeugen, dass er in friedlichen Absichten kam.
Vorsichtig und so leise wie möglich kroch er zu dem Lagerplatz. Dabei verkniff er sich jeden Laut der Erschöpfung, zu sehr glich sonst sein Verhalten des eines Untoten.
Mit den Armen stützte er sich vom Boden ab, damit er eine bessere Sicht auf den Platz vor sich hatte. Als erstes bemerkte er nur das lodernde Feuer. Dann sah er eine Frau in einen dicken Mantel eingehüllt.
"Hey!", rief er und zog sich zwei Armlängen nach vorne: "Keine Sorge, auch wenn es so aussieht, ich bin kein sprechender Beißer!"
Zum Glück war durch den ganzen Schnee in seinem Gesicht auf der Wiese, dieses komplett sauber, sodass man ihn durchaus als Menschen erkennen konnte. Generell war der ganze Schmutz von dem Herumwandern im Winter wie von Zauberhand verschwunden. Sicher war seine Kleidung nicht im einwandfreien Zustand, doch Blut und Dreck war abgewaschen.
"Kann ich dir Gesellschaft leisten?", fragte er höflich nach, so als würde er wieder bei einer Schulveranstaltung sein und dem allein sitzenden Mädchen die Peinlichkeit des Alleinsein ersparen. Doch nun wollte er niemanden anderen helfen außer sich selbst.
Bevor er jedoch eine Antwort bekam hörte er hinter sich das Knarzen des Schnees unter den Schuhen einer weiteren Person. War er doch nicht aufmerksam genug bei dem Betrachten der Fußspuren gewesen und hatte die zweite übersehen?
"Wer ist da?", rief er nach hinten, bevor er sich ein paar Meter zur Seite bewegte und dann sich so auf den Boden setzte, dass er beide Personen im Blick hatte, zumindest wenn die zweite sich in sein Sichtfeld bewegte. Durch das dämmrige Licht konnte er kaum noch etwas erkennen. Das Feuer war bald die einzige Lichtquelle.
Der Rucksack auf seinem Rücken bot ihm einigermaßen Stabilität, sodass er ohne große Kraftaufwendung gerade sitzen bleiben konnte. Seine Beine waren mit einem Lederband zusammengeschnürt, sodass er das Gewicht eher auf das linke Bein verlagern konnte. Ohne Rucksack konnte er schlecht im Sitzen Gleichgewicht finden, um aufrecht sitzen zu bleiben. Doch durch diese Stütze konnte er die Hände vom Boden nehmen. Mit der rechten Hand zog er schnell die Pistole aus dem Gürtel und legte sie knapp neben sich. Dann hob er seine Hände hoch.
"Ich werde nichts machen, wenn ihr das auch tut!", meinte er und hoffte unbeschadet aus der Sache herauszukommen. Denn gerade ging er eher davon aus, dass die zwei Personen zusammengehörten, als dass jemand seiner Spur gefolgt ist. Wenn dies tatsächlich der Fall war und sie sich gegen ihn richteten, dann hatte er so gut wie keine Chance.

@April Benson
@Alicia Clark



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#4

RE: Wald

in Außenbereich 01.12.2018 13:09
von Ivar O Bryan | 231 Beiträge

Korrektur/Änderung:

In allen Monaten hatte Ivar leichtes Spiel mit seiner Behinderung, doch der Winter war der Tod für ihn. Den ersten Winter ohne Beine überlebte er in der Siedlung seines Unfalles. Am Rand gab es noch genug Häuser, die nicht geplündert waren, damit überlebte er dann recht gut. Zudem musste er sich nicht durch Zentimeter hohe Schichten von Schnee kämpfen. Denn nun froren nicht nur seine Füße bei der Kälte ein, sondern sein ganzer Körper. Schließlich kroch er über den Boden und jede Stelle seines Körpers berührte den Boden.
Am schlimmsten war es für ihn wenn er seine Hände nicht mehr spürte. Ohne seine Hände konnte er sich zwar fortbewegen, doch war er Beißern hilflos ausgeliefert. Den Knauf des Messers konnte er nicht richtig mit der Hand umschließen oder er bekam seine Axt einfach nicht mit klammen Händen aus seinem Gürtel. Die Pistole konnte er zwar noch betätigen, doch meist sparrte er sich die Munition für extreme Notfälle auf, wie dass eine Handvoll Untote auf ihn zuwankten oder ein Nomade ihn ausrauben wollte. Bei Menschen, die ihn bedrohten, kannte er inzwischen keine Gnade mehr. Er war ihnen deutlich unterlegen und weglaufen kam ja nun auch nicht mehr in Frage. Das hieß, wenn Olivar keine guten Absichten bei seinem Gegenüber erkannte, reagierte er bevor die andere Person es tun konnte. Ein Schuss in den Kopf war da die einfachste Lösung oder ein Wurf mit der Axt. Lange genug hatte er in seiner Umgewöhnungsphase trainiert, damit seine Axt so gut wie nie das Ziel verfehlte. Schlussendlich war er ja sonst seine Waffe weg. Also musste er treffen.
Da er durch den Schnee und die Kälte mehr Energie aufbringen musste als zu den restlichen Jahreszeiten hielt er sich fern von Siedlungen und den sich darin befinden Beißern. Doch auch Menschen traf er dadurch seltener an, wo er doch gerade auf diese besonders angewiesen war. Zwar nur auf die gut gesinnten, doch zur Not würde er sich im Moment auch zwielichtigen Gestalten anschließen. Inzwischen war alles besser als alleine in der Kälte herum zuirren. Denn genau dies tat er gerade. Zu seinem Leidwesen musste er sich eingestehen, dass er gerade keine Ahnung hatte wo er sich befand. Klar, er sah Felder und Wiesen und irgendwo in der Ferne einen Wald und Berge, doch an nichts von alledem konnte er sich auch nur irgendwie orientieren. Seine Karte von der Gegend war durch ein nettes Treffen mit einem Abhang und einem Bach zerstört worden, weswegen er sich nur noch auf seine Erinnerungen beziehen konnte. Doch ohne Anhaltspunkt brachte auch eine wage Vorstellung von der Gegend nichts.
Damit er wenigstens nach einer kurzen Pause, die er regelmäßig brauchte um seine Hände aufzuwärmen und wieder etwas zu Kräften zu kommen, nicht einem Schneehaufen glich, peilte er den Wald an. Die Bäume boten ihm etwas Schutz vor dem Schnee und da es Nadelbäume waren konnte er sogar unten den Zweigen eines Baumes einen Fleck Erde finden, der schneefrei war.
Also zog er sich mit den Armen über die große Wiese und nutzte dabei seine letzten Kräfte. Auf der Wiese war er das perfekte Ziel für alles und jeden. Jeder konnte ihn sehen, aber er kaum jemanden. Was kein Wunder war, denn er fühlte sich im Moment eher so als würde er schwimmen als zu kriechen. Der Schnee ging ihm bis unter die Nase, sodass er nach wenigen Minuten sein Gesicht nicht mehr spürte.
Nach einer halben Stunde kam er endlich am Waldrand an und verschnaufte der kurz angelehnt an einem Baumstamm. Nachdem er seine Hände durch seine eigene Körperwärme am Oberkörper wieder aufgewärmt hatte und so oft in sein Gesicht klopfte bis er es wieder spürte, zog er auch wieder weiter. Je tiefer er im Wald war, desto dichter war dieser und bot mehr Schutz.
Also hieß es noch weitere Stunden sich durch den Wald zu schleppen, bevor er eine längere Pause einlegen würde.
Da es im Wald hin und wieder leicht nach oben ging und er ohne Hilfsmittel immer wieder nach unten rutschten würde, zog er schon mal seine Messer und band sich die angebrachten Schlaufen um die Handgelenke. Mit den Schlaufen würde er seine Waffen selbst dann nicht verlieren, wenn er man wieder irgendwo hinabrutschte. Es wäre nämlich ziemlich unpraktisch für ihn, wenn er einen Abhang runterrutscht und das einzige Mittel um wieder nach oben zu kommen, war genau dort wo er nicht hin kam.
Alsdann seine Arme durch die Anstrengung anfingen kraftloser zu werden, schaute er sich nach einem geeigneten Ort für eine Pause um, während er sich weiter durch den Schnee zog.

Obwohl Ivar sich ab dem Moment langsamer fortbewegte, da er sich genug Zeit nahm seine Umgebung genauer zu betrachten, damit er eventuell eine kleine Erdhöhle, hohlen Baumstamm oder sonstiges in der Richtung fand, legte er gut noch einen Kilometer zurück. Die Sonne würde in einer knappen Stunde untergehen und er war kurz davor einfach einen schlammigen Platz unter einem Baum als Lager zu nehmen als er eine kleine windschiefe Hütte in der Ferne sah. Er zog noch einmal das Tempo an und kroch so schnell wie möglich zu der Unterkunft.
Die Hütte sah so aus als würde sie bei dem nächsten heftigeren Windstoß in alle Einzelteile zerfallen, doch für eine Nacht reichte sie auf jeden Fall. Wenn er Glück hatte befand sich in ihr sogar ein kleines Bett, eine Feuerstelle oder irgendetwas anderes was mehr Luxus als der karge Waldboden versprach.
Olivar löste die Schlingen von seinen Händen, die die Messer an den Handgelenken befestigten, und klemmte sich den Knauf der Waffe zwischen die Zähne. Das andere Messer steckte er wieder an den Gürtel und zog stattdessen seine kleine Wurfaxt. Mit dieser in der rechten Hand bewaffnet, drückte er die Klinge hinunter und versuchte so leise wie möglich die Tür zu öffnen. Doch nicht anders als erwartet, knarzten die Scharniere der Tür so laut, sodass nun jeder Beißer oder Mensch sein Kommen gehört hätten.
Da es eh schon egal war, stieß er die Tür nun mit Wucht auf. Mit einem lauten Rumms knallte sie gegen die Wand und selbst ein Schwerhöriger wüsste nun, dass sich jemand Zutritt in die alte Hütte verschafft hatte. Zudem strahlte die restliche Sonne - welche in einer knappen halben Stunde verschwinden würde - in den Raum, wodurch Ivar eine gute Sicht hatte, was vor sich befand.
Anders als erhofft ertönte nach dem lauten Aufreißen der Tür sofort ein wütendes Knurren.
"Da hab ich wohl jemand aus dem Winterschlaf gerissen!", murmelte er vor sich hin und robbte schnell ein paar Meter zurück.
Gerade als der Untote aus dem Eingang herausgewankt kam, setzte der Dunkelhaarige sich auf und zielte mit seiner Axt auf den Schädel des Beißers. Wenige Sekunden später steckte seine Waffe auch in dem Kopf von seinem Opfer und er grinste triumphierend die nun tatsächlich tote Leiche an. Dann fiel der Tote nach vorn. Voll auf seine Beine.
Zu Ivars Glück war der Walker ein sehr abgemagerter gewesen, denn sonst wären die Schmerzen in seinen zerstörten Beinen nun unerträglich gewesen.
"AH FUCK!", schrie er laut auf und wuchtete den Toten von sich herunter. Dabei war ihm egal, ob er mit seinem Aufschrei noch andere Beißer anlocken würde.
"Bastard!", spuckte er aus und hieb noch ein zwei Mal auf die Leiche ein.
Dann schleppte er sich in die Hütte, die nun Beißer-frei war. Ivar war mit Absicht von der Hütte weggangen, denn ohne Hilfe hätte er den Beißerkörper niemals aus seiner heutigen Unterkunft hinaus bekommen. Und er schlief nur sehr, sehr ungern neben einen toten Körper. Zudem dieser auch abartig stank.
Drinnen sah er sich erstmal um. Es gab zwar kein richtiges Bett, aber eine kleine Pritschte, wie man sie auch oft im Militär benutzte. Daneben stand ein kleiner Tisch, der genauso wackelig aussah wie das Haus in welchem er sich befand und ein Camping-Stuhl mit nur noch einer Armlehne. Im anderen Eck war ein kleiner Grill ohne Deckel und ein schmales Regal, welches nicht sehr viel mehr nützliches als zwei Kerzen und ein bisschen Feuerholz beherbergte. Ansonsten fand er nur noch ein paar leere Bier- und Konservendosen, leere Flaschen und anderen Müll. Doch dafür dass er nur eine Nacht an diesem Ort bleiben würde, war ihm der Zustand des Gebäudes komplett egal.
Bevor sein wütender Schrei tatsächlich noch weitere Untote angelockt hatte, schloss er die Tür hinter sich und kroch zu den Kerzen. Bald ging die Sonne unter und er wusste, dass er den Grill beziehungsweise ein Feuer niemals in der Kurzen Zeit entfachen konnte. Mit dem schwachen Schein der Kerzen machte er sich dann auch am Grill zu schaffen, was er bequem aus dem Stuhl heraus machte. Würde er nicht auf diesen sitzen, würde er nicht an die Feuerschale herankommen. Nachdem das Holz fröhlich vor sich hin brannte, qualmte es zwar in der ganzen Hütte, da es keinen Abzug gab, doch es wurde langsam wärmer. Seine durchfrorenen Hände wärmte er an dem Feuer auf, dann erst machte er den Rucksack von seinem Rücken los und holte etwas zum Essen hervor.
Bevor er die Dose mit dem Fertigessen öffnen konnte sah er einen Schatten am Fenster vorbeihuschen. Ein Walker oder ein Mensch? Da er die Bewegung nur im Augenwinkel gesehen hatte, konnte er nicht einschätzen wie schnell sie tatsächlich gewesen war.
Genervt hievte er sich dann aus dem Stuhl und ließ sich zu Boden gleiten. Erneut nahm er die Axt in die Hand, dass Messer jedoch nicht zwischen die Zähne.
Da er wusste, dass die Tür nicht geräuschlos zu öffnen war, machte er sich da auch keine Mühe mehr und öffnete sie einfach ganz normal, was erneut von einem Quietschen kommentiert wurde.
Kurz lauschte er, doch er hörte kein Knurren oder Röcheln eines Beißers, weswegen er in die Dunkelheit fragte: "Wer ist da?"
Dann wartete er auf eine Antwort, denn er war sich sicher, dass er sich den Schatten von vorhin sicherlich nicht eingebildet hatte und die Person nachdem sie eine Unterkunft gefunden hatte, auch nicht so schnell verschwinden würde.
Einzig und allein könnte die unbekannte Person eventuell in dem Moment etwas verwirrt sein. Denn die Tür war einen Spalt offen, doch niemand sah hindurch. Schließlich rechnete keiner, dass jemand vom Boden aus nach draußen sah.
Definitiv ein Vorteil von Ivar. Denn in so einer Situation, wo der andere eventuell einfach erst schießen würde und dann reden, würde er niemals auf den Boden zielen. In der heutigen Zeit rechnete niemand mit einem Krüppel, wie er es nun einmal war.
Er hatte es zwar schwerer zu überleben, doch ab und an brachte es ihm dann doch etwas ein.



@Alicia Clark

(@April Benson wir machen jetzt erst mal ohne dich weiter, aber poste dich einfach dazu, sobald du kannst)



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#5

RE: Wald

in Außenbereich 01.12.2018 23:14
von Alicia Clark | 325 Beiträge

So langsam wurde es Zeit endlich einen Unterschlupf zu finden anstatt dieser Schleifspur weiterhin zu folgen, was ging mich dieser Zombie überhaupt etwas an soll er einfah weiter herum kriechen. Ich war viel zu sehr durchgefroren um noch weiter dieser Spur zu folgen immerhin will ich hier draußen ja auch nicht erfrieren. Grade als ich einfach in einer anderen Richtung gehen wollte entdeckte ich diese Hütte von weitem, in ihr leuchtete es ein wenig, dass bedeutet es befindet sich mit hoher warscheinlichkeit ein Mensch in dieser oder aber in der Nähe dieser Hütte. Ich schaute mich nun in alle Richtungen um doch konnte zwischen den Bäumen niemanden erkennen, also muss sich die Person in dieser Hütte aufhalten. Ich ging näher ran und sah einen toten Zombie vor der Hütte, ob von ihm diese Schleifspur kam? Da ih mittlerweile sehr gut in Sachen Fährten Lesen war erkannte ich aber schnell das die Spur in die Hütte führte. Ich ging schnell an dem Fenster vorbei und schaute dabei kurz rein jedoch konnte ich niemanden erkennen. An der Tür angekommen war sie einen kleinen Spalt offen, Rauch stieg durch den Spalt hervor. Nun sprach ein Mann aus der Hütte hinaus, er fragte wer da sei, na was soll ich schon großartig dazu sagen? Ich würde einen Fremden nicht einfach so meinen Namen sagen. "Ein Mensch, ich komme rein ja? Keine Angst ich werd dich schon nicht töten, für so einen Scheiß ist es viel zu kalt". Ich griff die Mitte meines Gewehrs und richtete den Lauf nach oben ehe ich sie dem jenigen durch den Spalt zeigte ud anschließend die Tür weit genug öffnete um hinein zu gehen was ich dann auch tat. Ein Mann saß auf den Boden, in seiner Hand befand sich eine Axt, kurz mussterte ich ihn von oben bis unten. "Hast du lust auf ein wenig Gesellschaft? Ich bin keine Gefahr, also so lange du nichts dummes versuchst". Sagte ich nur und stellte dann mal meinem Rucksack ab und mwin Gewehr stellte ich in der Ecke neben der Tür, weit genug von ihm weg.

@Ivar O Bryan

Hoffe das passt so, schreibe nicht so viel wie du xD


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#6

RE: Wald

in Außenbereich 02.12.2018 20:41
von Ivar O Bryan | 231 Beiträge

Kurz nachdem Ivar der fremden Person vor seinem Haus gesagt hatte, dass er wusste, dass da jemand war, tauchte auch schon am Rand des kleinen Schlitzes eben dieser Mensch auf. Um genauer zu sein war es eine junge Frau, die mit einem Gewehr bewaffnet war. Schnell rutschte er von der Tür weg, da nicht wollte, dass er beim Öffnen der Tür ebendiese in sein Gesicht bekam, und bliebt am Boden sitzen. Würde er sich jetzt auf den Stuhl hochhieven, könnte er nicht reagieren, falls sie sich doch entschied ihn anzugreifen. Schließlich hatte er dann keine Hand mehr frei um seine Axt zu werfen.
Dann ertönten ihre Worte und ihre Versicherung, dass sie ihm bei dem kalten Wetter nichts tun wolle.
"Hier drinnen ist es warm und nicht kalt! Wirst du mir trotzdem nichts tun?", hakte er mehr zum Spaß als im Ernst nach. Dann ging auch schon die Türe auf und als erstes tauchte das Gewehr im Spalt auf, mit welchem sie dann auch die Tür weiter aufschob.
Ivar hatte es sich zwar erst vor wenigen Sekunden gedacht, doch jetzt bestätigte sich sein Gedanke auch schon wieder. Die Waffe war auf eine Höhe gerichtet, wo sie ihn auf keinen Fall treffen würde. Schließlich saß er am Boden. Wäre es eine Schrotflinte würde er vielleicht etwas durch die Streuung des Schusses abbekommen, aber es wäre auf keinen Fall tödlich.
Nachdem sie ihre Sachen abgestellt hatte, legte er seine Waffe dann auch weg, beziehungsweise klemmte er sie sich wieder an seinen Gürtel. Erst dann bewegte er sich von der Stelle und offenbarte der Frau so, dass er die Schleifspur im Schnee hinterlassen hatte.
Ivar bewegte sich auf die Pritsche zu und meinte während er dorthin robbte: "Setz dich ans Feuer und wärm dich auf! Mir ist inzwischen wieder warm genug!"
Mit diesen Worten beantwortete er auch ihre Frage, ob er Lust auf Gesellschaft hatte. Zudem könnte er sie ja auch kaum rauswerfen. Er war auf jeden Überlebenden angewiesen, vermisste es mit jemanden zu reden und wäre nicht mal körperlich in der Lage sie einfach vor die Tür zu setzen. Klar, er konnte sie mit seiner Waffe bedrohen, doch in einem Kampf mit Schusswaffen war er klar im Nachteil. Ducken ging nicht, wegrennen ebenso nicht. Aber er zog eh nicht einmal in Betracht sie wieder in die Kälte auszusetzen.
"Ich bin Ivar.", stellte er sich vor, wenn sie den Abend und wahrscheinlich die Nacht ebenfalls in der kleinen Hütte zusammen verbrachten, war es angebracht, den Namen von der anderen Person zu kennen. Dann fragte er sie: "Und wer bist du?"
Interessiert musterte er sie und befand, dass sie eine wahre Schönheit war. Nicht das er sofort was bei ihr versuchen würde. Das wäre etwas unangebracht, aber falls sie beschlossen zusammen weiterzureisen, würde er ihr sicherlich mal schöne Augen machen.
Dann fiel sein Blick auf das Feuer und die Konservendose neben dem Stuhl. Missmutig sah er rein und rappelte sich wieder auf. Ivar ließ sich wieder zu Boden gleiten und robbte die paar Meter zu dem Stuhl. Dort angekommen schnappte er sich die Dose und zog sich wieder zu der Pritsche, auf welche er sich dann wieder setzte.
"Falls du nichts zu essen dabei hast, kannst du gerne was abhaben!", bot er ihr an, denn in seinem Rucksack befand sich noch genug anderes Essen. Genug um die beiden diese Nacht satt zu machen.
Besser gesagt war sein Rucksack rappel voll mit Konservendosen und abgefüllten Wasserflaschen. Mit seinem Handicap konnte er schlecht jagen gehen und wenn er Fallen aufstellte, musste er das Risiko eingehen länger an einem Ort sich aufzuhalten und dann doch nichts zu fangen. Die einzige Möglichkeit für ihn war das Fischen. Dafür hatte er zwei Netze im Gepäck, mit denen er bei schnelleren Gewässer dann doch ein paar Fische fangen konnte.
Aus diesem Grund schleppte er lieber mehr Gepäck mit sich rum und kam langsamer voran, da es ihn noch mehr anstrengte, doch wenigstens hatte er jeden Tag etwas im Magen.
Dann machte er die Dose mit einem Messer auf, spießte mit der Spitze einen der eingelegten Pfirsiche auf und aß ihn dann.

@Alicia Clark

// Kein Ding ^^ Ich eskaliere nur oft einmal gerne was die Post-Länge betrifft



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#7

RE: Wald

in Außenbereich 08.12.2018 12:11
von Alicia Clark | 325 Beiträge

Ja hier drinnen war es wirklich warm aber das war kein Grund um ihn nun zu erschießen. Menschen mussten zusammenhalten wir waren eh schon deutlich in der Unterzahl, wieso soll man sich also gegenseitig umbringen und diesen Zombies auch noch einen Gefallen tun. Als der Mann sich nun fortbewegte wusse ich das es seine Spuren im Schnee waren, ich dachte er würde einfach auf dem Boden sitzen weil er grade geschlafen hatte oder so etwas. "Du warst das mit diesen Spuren im Schnee oder? Das ist echt nicht deine Jahreszeit was". Sagte ich grinsend um mal ein wenig die Stimmung zu lockern. Ich setzte mich nun ans Feuer und wärmte mich auf, dass tat echt gut, man merkte förmlich woe die Kälte aus dem Körper wieder verschwand und es schön warm wurde. Er stellte sich mir nun als Ivar vor und fragte kurz darauf wer ich sei. "Alicia, freut mich deine Bekanntschaft zu machen". Ich hatte zwar noch etwas zu essen im Rucksack doch das war nicht mehr wirklich viel daher würde ich auf sein Angebot eingehen. "Sehr gerne, sag mal willst du auch hoch in die Berge oder wieso bist du hier? Theoretisch eine gute Idee für ihn dort war er trotz das er kriechen musste sicher doch der Weg dort hin war nicht einfach für ihn. "Wenn du willst begleite ich dich so ist es etwas sicherer". Also tragen würde ich ihn definitiv nicht und mal erlich wie soll ich hungerharken ihn tragen.

@Ivar O Bryan


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#8

RE: Wald

in Außenbereich 14.12.2018 16:32
von Ivar O Bryan | 231 Beiträge

Als Ivar sich das erste Mal bewegte, sah er sofort, wie der Blick von der Frau auf ihm haftete. Sicher würde sie gleich etwas dazu sagen oder erfragen. Was auch dann der Fall war. Doch was sie sagte, überraschte ihn. Er hätte erwartet, dass sie ihn bemitleiden würde oder wissen wollte was passiert sei. Ob er schon immer seine Beine nicht bewegen konnte oder ob dies in der Apokalypse passiert ist? Aber sie stellte nur fest, dass die Spuren nicht dem Beißer gehört haben, sondern ihm und machte ein Kommentar über die Jahreszeit.
Womit sie recht hatte. Der Winter erschwerte sein Überleben nur noch mehr. Bis jetzt hatte er Glück gehabt, dass er sich keine Erkältung zugezogen, er Frostbeulen bekommen hatte oder sonstiger unangenehmer Kram.
"Hm ja, man fühlt sich so als würde man die ganze Zeit im Schnee liegen und Schnee-Engel machen. Nur das man nicht nach einem aufhört sondern tausende macht!", erklärte er ihr und ihm gefiel der Vergleich. Denn genauso fühlte er sich am Abend nach dem ewigen Herumkriechen. Wenn der Schnee besonders hoch lag war es noch schlimmer. So wie auf der Wiese. Da dachte er, dass er eher schwimmt als das er sich auf dem Boden entlang zog.
Anschließend setzte sie sich an das Feuer und man merkte, wie sie sich langsam entspannte. Die Wärme tat ihr sichtlich gut, wie eigentlich jeden fast erfrorenen Überlebenden, der ein Feuer fand.
"Hey, Alicia! Freut mich ebenfalls!", gab er zurück. Früher hätte er ihr wahrscheinlich noch höflich die Hand hingehalten, doch dies war ihm zu mühselig. Dazu müsste er sich ja wieder von der Liege bequemen. Lieber sparte er sich die Kräfte nach dem anstrengenden Tag.
Gemütlich aß er von seinen Pfirsichen und sah dabei immer wieder zu ihr herüber. Schlussendlich entschloss sie sich dazu sein Angebot anzunehmen. Doch statt ihr einfach zu sagen, dass sie sich an seinem Rucksack bedienen konnte, stand er dann doch lieber selbst auf, seine Dose nahm er mit sich indem er sie vor sich hin schob. Ivar kannte sie noch nicht gut genug um sagen zu können, ob sie nicht einfach, wenn sie erfuhr wie viel er zu essen dabei hatte, nachts sein Proviant ihm stahl. So robbte er wieder in ihre Nähe und setzte sich neben seinem Rucksack hin. Kurz wühlte er darin rum und achtete dabei darauf nicht allzu viele Dosen herum zuschieben, denn so konnte man hören, dass es einige waren. Dann hatte er gefunden, was er gesucht hatte. Einen einfachen Bauerneintopf.
"Dir tut sicher etwas warmes im Magen ganz gut!", kommentierte er seine Entscheidung der Essensauswahl und hielt ihr die Dose hin.
Anstatt aber wieder zu der Liege zu gehen, blieb er einfach sitzen. Eventuell brauchte sie ja einen Dosenöffner oder irgendetwas anderes war. Zudem hatte er einfach keine Lust dauernd vor jemanden herumzukriechen. Sie war eine der ersten die seinen Zustand erleben durften und gefiel immer noch nicht das Gefühlt nicht mehr auf einer Ebene mit jemanden anderen zu sein.
Die andere Handvoll Menschen, die ihn schon haben kriechen sehen dürfen, waren schäbige Nomaden gewesen, die einen Freund gemimt haben, aber in der Nacht versucht hatten ihn auszurauben. Keiner von ihnen hatte gerechnet, dass er verdammt gut seine Axt werfen konnte und endeten mit eben dieser im Rücken, Kopf oder in der Brust. Als würde er nur weil er jemanden kennengelernt haben tief und fest in deren Nähe schlafen. Falsch gedacht. Sein Schlaf war leicht, sodass er durch jedes Geräusch in seiner Nähe aufwachte. So hatte er auch hören können, wie jemand sich ihm näherte oder sich an seinen Sachen vergriff.
Durch diese Diebe hatte er dann sogar einiges an Essen dazugewonnen. So lief das halt, wenn man glaubte einen wehrlosen Krüppel ausnehmen zu können. Den Eintopf, den er Alicia anbot hatte er von einer der Personen.
Erst nachdem er ihr das Essen gegeben hatte, antwortete er auf ihre Frage, da es ihm doch etwas peinlich war, weshalb er sich in nun in der Hütte befand.
"Naja, zugegebener Weise hab ich mich schlicht verlaufen. Allerdings klingt es nicht mal so schlecht, wenn man darüber nachdenkt. Dort treiben sich weniger Untote herum.", gab er zu.
Bei ihrem weiteren Angebot legte er kurz den Kopf schief. Weshalb wollte sie jemanden begleiten, den sie nicht kannte, der sie zudem sicher nur aufhalten würde. Denn der schnellste war er definitiv nicht. Sie müsste sich seinem Tempo anpassen und Pause machen, wenn er eine brauchte. Allein kam sie zwei bis drei Mal so schnell voran. Anderseits war dies für ihn sehr praktisch. Wenn sie sich für vertrauensvoll erwies, konnte sie etwas von seinem Gepäck abnehmen, wodurch er dann auch schneller vorwärts kam und weniger Kraft verschwendete.
"Wieso willst du das tun?", fragte er nach und wartete gespannt auf ihre Antwort. Denn einschätzen konnte er sie noch überhaupt nicht.
"Ich werde dich nur aufhalten und es bringt mir mehr Vorteile als dir ein!", meinte er, aber erklärte sich dann auch nicht genauer. Erst nach ihrer Antwort würde er sie mal aufklären und schauen, ob sie danach immer noch gewillt war ihn als Weggefährten zu akzeptieren.

@Alicia Clark



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#9

RE: Wald

in Außenbereich 04.01.2019 02:26
von Alicia Clark | 325 Beiträge

// entschuldige doe Lange Wartezeit, Asche auf mein Haupt 😘

Ich vernahm seine Worte das er tausende von Schnee Engel machte und musste dabei etwas lachen. "Gäbe es noch immer das Guinessbuch der Rekorde würdest du definitiv drin stehen". Klar mich interessierte es schon was ihm passiert war doch wir haben uns grade kennengelernt und da musste das echt nicht sein, Mitleid hatte ich keines, klar war seine Situation scheiße aber er lebte ja noch und konnte sich anscheinend gut verteidigen sonst würde er nicht mehr leben. Mein Blick ruhte weiterhin auf ihn, es war schön endlich mal wieder mit einem Menschen zu reden, so fühlte sich alles ein kleines bisschen normaler an. Das Feuer war schön warm, es wärmte mich und das war auch bitter Nötig, keine Ahnung wieviel Stunden ich nun dieser Schleifspur im Schnee gefolgt war, komisch das ich dies überhaupt getan hatte, naja es hat ja jetzt auch was gutes, ich war bei einem Menschen. Ivar stand auf und ging mehr oder weniger zu seinem Rucksack rüber und gab mir dann eine Konservendose, ich laß kurz das Ettikett, hörte sich garnicht so schlecht an. "Danke" sagte ich lächelnd und öffnete die vordere Tasche meines Rucksacks und nahm einen Dosenöffner hinaus, ich öffnete die Dose und stellte sie nun auf dem Feuer, in wenigen Minuten war es heiß genug un gegessen zu werden. Das er die Idee nicht schlecht fand mit den Bergen war gut denn so hatten wir den selben Weg. Das er mich fragte wieso ich das tun will und er nur ballastsei war nicht verwerflich, es hab viele Leute die jemanden woe ihn abziehen wollen doch das wollt ich nicht doch woe konnte ich ihm das am besten Begreiflich machen. "Naja Nächstenliebe ist es nicht, ich bin nun schon seit einihen Monaten wieder in Amerika, kurz nach dem Ausbruch der Seuche ist meine Familie mit mir über die Grenze mach Mexiko und naja ich hab bisher noch keine Menschen getroffen, zudem kannst du Hilfe gebrauchen und ich kann Nahrung gebrauchen, da ich nicht mehr all zu viel habe.". Antwortete ich ihm ehrlich. "Also, ich bring dich bis nach Oben und bis dahin teilen wir? Keine Angst ich bin nicht verfressen". Sagte ich grinsend.

@Ivar O Bryan


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#10

RE: Wald

in Außenbereich 12.01.2019 00:17
von Ivar O Bryan | 231 Beiträge

Ihr Lachen brachte bei ihm ebenfalls ein Schmunzeln hervor. Zu lange hatte er keinen Menschen mehr lachen gehört und es tat ihm echt gut, dieses Geräusch mal wieder zu vernehmen. Das letzte Mal war vor circa drei Jahren gewesen als er für einen Monat im Winter bei einer Kolonie Unterschlupf gefunden hatte.
Die Zeit dort war für ihn zum Teil erholsam gewesen, aber dann auch wieder nicht. Niemanden hatte Olivar über den Weg getraut, zu tief saßen noch die Erinnerungen an die letzten Zusammentreffen mit fremden Gruppierungen. Bei dem ersten Zusammenprall starb sein Vater, bei dem zweiten seine Mutter. Aus diesem Grund war er immer skeptisch, egal wie nett die Menschen schienen.
So hatte er immer mindestens eine Waffe in Reichweite gehabt als er sich schlafen gelegt hatte und war bei jedem noch so leisen Geräusch aus Sorge über einen Angriff aufgewacht. Keinem hatte er so richtig über den Weg getraut, weswegen er auch so schnell wie möglich wieder abgehauen.
Bei ihren folgenden Worten schnaubte er belustigt auf, erwiderte jedoch nichts. Entweder hätte er nur eine Lüge durch falsche Hoffnung und eine rosige Zukunft ausgesprochen oder die Laune anders runter gezogen. Zumindest schätze er es so ein. Zu lange war er nicht mehr unter Menschen gewesen, weswegen er erstmal wieder langsam zu seinem alten Ich finden musste. Sprüche raushauen und Scherze gingen anscheinend schon, doch nicht so durchgehend wie früher. Lockere Bemerkungen hatte er auch immer um sich geworfen, generell war er immer stets gut gelaunt gewesen. Doch das sich anbahnende Gespräch war eines der ersten nach seinen Unfall. Bis zu dem jetzigen Zeitpunkt dachte Ivar immer noch, dass durch den Verlust seiner Beine auch ein anderer Teil von ihm kaputt gegangen war. Er hatte Olivar hinter sich gelassen, zumindest dachte er das, und damit auch einige seiner Charakterzüge. Neuer Name, neuer Mensch? Dass er sich in diesem Fall irrte, sollte er noch auf dem Weg in die Berge bemerken oder zumindest spätestens nach seiner Ankunft in der Kolonie, die sie finden würden.
Der Blick der hübschen Brünetten haftete weiterhin auf ihm und erst als Ivar aufstand und ihr etwas zu Essen reichte, lösten sich ihre Augen von ihm. Stattdessen fixierten sie das Essen. Sie las wohl, was er ihr das gegeben hatte und nach wenigen Sekunden bedankte sie sich mit einem Lächeln auf dem Lippen.
"Gern geschehen!", gab er nur zurück und aß etwas von seinen Pfirsichen.
Aus dem Augenwinkeln verfolgte er dabei mit, wie sie die Dose öffnete, aufwärmte und dann selbst zu griff.
Als würde er jemanden zuprosten, hob er seine Dose an und meinte: "Lass es dir schmecken!"
Dann stopfte er sich auch schon das nächste Stück Obst in den Mund. Nach dem langen und anstrengenden Tag brauchte er etwas zwischen den Zähnen. Zwar hatte er keine Mahlzeit ausgelassen, doch so ein Marsch erschöpfte ihn trotzdem. Der Schnee war nicht ohne!
Anschließend redeten sie über ihre Pläne. Alicia wollte hoch in die Berge, da sich dort keine Beißer herumtrieben und Ivar selbst hatte keinen genauen Plan seitdem er nicht einmal mehr wusste wo er sich befand.
Bei ihrer Erklärung, weshalb sie mit ihm weiterziehen wollte, auch wenn er sie verlangsamen würde, schlich sich ein leichten Grinsen in sein Gesicht. Ehrlich war sie allemal, das konnte er nicht bestreiten. Was auch gut für ihn war, denn wer log, zog auch andere krumme Dinger bei ihm ab oder würde es auf jeden Fall versuchen.
"Dann würde ich sagen wir haben einen Deal! Essen gegen Begleitung und etwas Unterstützung.", gab er zurück und hielt ihr formell seine rechte Hand entgegen. Schließlich sollte man einen Deal immer mit einem Handschlag besiegeln.
"Nur damit du es weißt. Alle ein zwei Stunden brauch ich eine Pause, sonst frieren meine Hände beziehungsweise generell mein Körper ab und schnell sein kenne ich nicht mehr.", erklärte er ihr. Wenn sie ehrlich war, konnte er das auch sein: "Ich weiß zwar nicht wie lange es hoch dauert, aber ich denke mit mir musste du die doppelte Zeit einplanen."
Langsam war seine Dose mit Obst auch leer, gemütlich hatte er sie während ihrem Gespräch aufgefuttert. Die Dose stellte er einfach auf ein Brett von dem Regal in seiner Nähe. Sein Messer säuberte er an dem Saum seines Oberteiles und steckte es dann weg.
"Willst du zuerst schlafen? Ich würde dann die erste Wache halten. Zwar kommen hier keine Beißer hoch, aber man weiß nie wer oder was sich herumtreibt.", fragte er und streckte sich kurz.
Dann zog er seinen Rucksack zu sich und holte eine Wasserflasche sowie einen Topf hervor. Aus der Flasche trank er ein paar Schlucke und rollte sie dann nachdem er sie wieder geschlossen hatte zu seinem Gesprächspartner.
"Kannst du den Topf mit Schnee vollmachen, damit wir uns neues Wasser abkochen?", wollte er wissen. Sie meinte schließlich, dass sie ihn helfen würde, dann könnte sie ihm nun da behilflich sein. Denn je weniger er sich an dem heutigen Abend noch bewegte, desto ausgeruhter war er am nächsten Tag, sodass sie eine größere Strecke hinter sich bringen konnten.

@Alicia Clark



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#11

RE: Wald

in Außenbereich 12.01.2019 01:43
von Alicia Clark | 325 Beiträge

Es war schön endlich mal woeder zu lachen, einfach drauf los lachen, in diese neuen Welt gab es so etwas nicht sehr oft, selbst mir war die letzten Jahre nicht wirklich viel nach Lachen zu Mute doch jetzt grade, mit Ivar an meiner Seite konnte ich einfach nicht anders, es war viel zu lustig mit ihm und das obwohl ich ihn noch garnicht kannte, er ist quasi ein Fremder. Wenn es jetzt shon so lustig war mit ihm war ich schon echt gespannt darauf wie es wohl werden würde wenn wir erstmal zusammen umher reisen würden. Nachdem die Dose aufgewärmt war und das Metall rings herum langsam wieder anfassbar war trank ich etwas aus dieser, es schmece ganz gut im anbetracht der Tatsache diese Dosen vor so langer Zeit produziert wurden. Als er auf den Deal einging hielt er mir seine Hand entgegen die ich annahm, echt altmodisch doch das konnte man in dieser Zeit echt gut gebrauchen. "Deal" sagte ich nur und aß weiter. Ich hörte ihm aufmerksam zu das er alle paar Stunden eine Pause brauchte und es mit ihm einiges länger dauern wird. "Schon ok, ich nehme es gerne in kauf länger zu brauchen für ein wenig Gesellschaft und ehmm ich hab da vielleicht etwas was hilft hab ich in so nem Laden gefunden". Ich nahm meinen Rucksack hervor und öffnete diesem ehe ich dicke Handschuhe raus nahm, es waren diese Dinger die keine Finger hatten, so wie Boxhandschuhe. "So frieren dir deine Hände vielleicht nicht so schnell" ich gab sie ihm rüber und blickte ihn an. Ich vernahm seine Frage ob ich zuerst schlafen möchte und nickze daraufhin nr, konnte niht schaden ein bisschen zu schlafen auch wenn ich definitiv mit einer versteckten Waffe schlafen werde. Ich traute Ivar und er war auch super nett aber ich kann ihn nur vor dem Kopf gucken. Um ihn gänzlich zu vertrauen brauchte es Zeit und die hatten wir bald gemeinsam jede Menge. Er fragte mich ob ich etwas Schnee holen kann damit wir es abkochen, ih stand also auf schnappte mir den Topf und ging vor die Tür und mahte den Topf voll mit Schnee und ging dann wieder rein.

@Ivar O Bryan


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#12

RE: Wald

in Außenbereich 20.01.2019 00:52
von Ivar O Bryan | 231 Beiträge

Ivar gefiel die lockere Stimmung zwischen ihnen. Selbst wenn sie sich kaum kannten, so war die Luft nicht vor Anspannung geladen, wie es sonst immer war, wenn man einen anderen Überlebenden antraf. Man misstraute sich, beäugte sich und war immer auf der Hut. Meist hatte man die Hand in der Nähe einer Waffe, sodass man jederzeit angreifen oder sich verteidigen konnte.
Bei Alicia und Olivar jedoch, war zwar kein Vertrauen da, doch sie hatten so etwas wie ein stillen Waffenstillstand geschlossen. Keiner bedrohte den anderen oder versuchte zumindest an diesem Abend schmutzige Sachen.
Bis auf ein paar Worte aßen sie stumm vor sich hin, bis sie ihren Deal schlossen und sich die Hände schüttelten. Dabei fand Ivar es von Alicia cool, dass sie auf seine altmodische Geste einging und den Pakt mit einem Händedruck besiegelte. Anschließend erklärte der Ire Alicia auf was sie sich genau eingelassen hatte. Welche Einschränkungen und zeitliche Verzögerungen er mit sich brachte.
Ihre Reaktion auf seine Worte waren genauso überraschen wie schon zu Beginn ihres Aufeinandertreffens. Sie bot ihm fingerlose Handschuhe an, sodass seine Handflächen wenigstens nicht so schnell kalt wurden. Ivar hatte zwar dünne Lederhandschuhe, welche er nachdem Eintreten in die Hütte ausgezogen hatte, doch sonderlich warm hielten diese nicht. Sie dienten eher zum Schutz vor dem Boden. Kleine Steine oder Äste rissen ihn dadurch nicht mehr die Haut auf. Aus diesem Grund hatte er auch eine Lederhose an. Zwar hatte er seine Beine mit Panzertape eingewickelt gehabt, doch musste er die Hose aufschneiden, wenn er sich waschen wollte. Auf Dauer war dies also keine Lösung gewesen. Das Leder an seinen Beinen war zudem auch noch so dick, dass es einen Biss von einem Beißer kurzzeitig aufhielt. Er musste trotzdem schnell handeln, denn wenn sich der Untote verbiss, dann würde er durchkommen, doch als erste Sicherheitsmaßnahme genügte es.
Als sie ihm die Handschuhe anbot, legte er den Kopf schief. So etwas kannte er nicht. Nur seine Familie hatte ihm grundlos Dinge geschenkt, doch Fremde, Bekannte oder Freunde hatten dies noch nie getan. Wenn er etwas von jemanden bekam, erwarteten die Personen meist immer etwas von ihm. Eine Gegenleistung, wie dass er ihnen ebenfalls etwas gab, dass er sie zu einer Veranstaltung mitnahm, wo sie ohne ihn nicht hinkamen, oder dass er gut über sie redete. Seine frühere Welt, in welcher er gelebt hatte, war nur auf Gewinn aus gewesen.
Doch das Mädchen bot ihm etwas an, was für sie ebenfalls nützlich war. Klar, er teilte auch sein Essen mit ihr, doch er war auf sie mehr oder weniger angewiesen. Sie nicht! Eher bestach er sie mit der Aussicht auf Nahrung. Doch sie freute sich scheinbar mehr darauf, dass sie endlich Gesellschaft hatte. Und nun schenkte sie ihm auch noch Handschuhe. Sie war eindeutig nicht normal!
„Hast du selber dann noch welche für dich?“, fragte er dann nach. Wenn sie dies verneinte, würde er sie als verrückt erklären. Ivar würde es ja noch verstehen, wenn sie zwei Paar hatte und dadurch keinen Verlust machte. Doch wenn nicht, würde er einfach nicht verstehen, weshalb sie das tat.
So nahm er die Handschuhe zwar an, doch schaute skeptisch zu ihr hoch. Sein Blick wanderte jedoch schnell wieder zurück zu dem Geschenk in seinen Händen.
„Danke.“, meinte er nach einer kurzen Weile und blickte dabei kurz zu ihr auf, wandte dann aber sich schnell etwas anderen zu. Er wusste in dem Moment einfach nicht wie er darauf reagieren sollte.
Kurz vereinbarten sie die Wach- und Schlafzeiten voneinander, dann holte die Brünette ihm schon den gewünschten Schnee. In der Zeit wo sie draußen gewesen war, hievte er sich in den Campingstuhl, schließlich würde Alicia sowieso gleich schlafen gehen, da konnte er es sich auch gemütlicher machen. Zwar war er den harten Boden schon gewohnt, doch ein bisschen Luxus, sei er noch so mickrig, sollte ihm nicht vergönnt sein. Als sie wieder hereinkam, nahm er den Topf von ihr entgegen und stellte ihn auf den Grillrost. Nun musste er nur noch darauf warten, dass das Wasser kochte. Anschließend musste es wieder abkühlen, dann konnte er es in die Flasche füllen. Ein zwei weitere leere Flaschen würde er bei seiner Wachen ebenfalls noch wieder voll machen, denn lieber hatte er mehr sauberes Trinkwasser dabei als dass er kurz ohne auskommen musste.
Während er darauf wartete, dass der Schnee schmolz, sah er wieder zu seiner zukünftigen Weggefährtin rüber.
„Gute Nacht! Falls du die Tür auf oder zu gehen hörst, dann hole ich nur weiteren Schnee oder gehe pissen!“, meinte er noch zu ihr. Nicht das sie noch dachte er haute ab, wenn sie schlief, oder dachte jemand fremdes kam herein
Dann widmete er sich wieder dem langsam schmelzenden Schnee. Auch wenn dies nicht sehr spannend war, so würde er es komisch finden, die Brünette beim Einschlafen zu beobachten oder gar beim Schlafen. Der Raum war klein und man hatte keine Privatsphäre. Dadurch dass er sich von ihr abwandte, hatte sie wenigstens das Gefühl von Privatsphäre.
Bis er Alicia weckte, damit er auch noch etwas schlaf abbekommen würde, hatte er drei Flaschen aufgefüllt. Vorsichtig rüttelte er an ihrer Schulter und wappnete sich für einen Angriff. So wie sie es vorhin klang, war sie so wie er keine Gesellschaft gewohnt, weswegen er fest damit rechnete, dass sie sich erschrecken oder ihn gar angreifen würde.
„Dornröschen, aufwachen. Der Prinz braucht auch etwas Schlaf!“, grinste er sie frech an und stupste sie noch einmal an.
Langsam wurde er auch so richtig müde und wenn sie an dem nächsten Tag mehr als nur einen Kilometer voran kommen wollten, dann musste er jetzt schlafen. Sonst wäre er am Morgen zu fertig und hatte kaum Energie für ihre Wanderung hoch in die Berge.

@Alicia Clark



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#13

RE: Wald

in Außenbereich 21.01.2019 02:14
von Alicia Clark | 325 Beiträge

Die ganze Situation mit ihm war echt entspannt, so etwas gab es eher selten unter Fremden. Klar in einer normalen Welt würde es dies schon geben, man plauderte ein wenig trank etwas zusammen und man verstand sich doch in dieser Welt? Wenn man heutzutage auf einen Fremden traf endete das meistens mit Drohungen oder gar einen Schuss in den Kopf. Diese Art Waffenstillstand war gut, ich reagierte nicht so auf jeden Fremden doch bei Ivar hab ich keine Bedenken das er eine schlechte Person sein könnte, nicht weil er einen guten Charakter hat denn das weiß ich nicht, ich hab keine Bedenken weil ich weiß das Ivar auf andere Menschen angewiesen ist vorallem in dieser kalten Jahreszeit, er würde nichts tun was mich dazu bringt wieder zu verschwinden denn wenn er diesen Berg rauf möchte braucht er nun mal meine Hilfe. Ich aß meine Portion auf, es tat gut endlich wieder etwas im Magen zu haben, mehr als eine kleine Portion. Ich vernahm seine Frage ob ich denn selber noch Handschuhe habe und holte diese aus meinem Rucksack raus. "Klar hab ich welche, es ist kalt draußen" sagte ich grinsend und blickte ihn dabei an. Als er sich nun bedankte nickte ich nur, er konnte sie eindeutig mehr gebrauchen als ich, klar es war kalt allerdings muss ich nun mal nicht beim reisen dauerhaft durch dem Schnee wühlen wie Ivar, ich legte mich hin und hörte seine Worte. "Ok". Es dauerte nicht lange bis ich auch schon einschlief, fiel zu anstrengend waren die letzten Tage. Nach einer Zeit weckte Ivar mich, ich vernahm seine Worte und lachte etwas verschlafen. "Bin schon wach du brauchst mich nicht küssen". Ich stand auf und setzte mich nun auf den Stuhl und hielt das Fenster im Auge. "Schlaf gut du Prinz" sagte ich grinsend, es vergingen viele Stunden in der ich Wache hielt und Ivar schlief, es war schon knapp zwei Stunden hell draußen doch er konnte den Schlaf sicher gut gebrauchen. Ich ging mich draußen kurz erleichtern bevor ich ihn wecken würde. "Aufstehen Prinz Seerobbe" sagte ich grinsend und wartete.

@Ivar O Bryan


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#14

RE: Wald

in Außenbereich 31.01.2019 23:45
von Ivar O Bryan | 231 Beiträge

Normalerweise war Ivar auch nicht so entspannt drauf, wenn er auf jemand Fremden traf. Doch dadurch dass die Kälte ihm ziemlich zusetzte und er langsam es wirklich vermisste sich mit jemanden länger als nur für ein paar Minuten zu unterhalten, freute er sich ziemlich über Alicias Gesellschaft. Die letzten Überlebenden wollten Ivar nur ausnehmen und hatten ihn als leichte Beute gesehen, weswegen die Gespräche spätestens geendet hatten als Ivar seine Axt in deren Fleisch versenkt hatte. Bei Alicia hatte er bis jetzt noch kein schlechtes Gefühl gehabt, weswegen er diesem Bauchgefühl vorerst einmal vertraute. Zumindest für diesen Abend und diese Nacht. Auch war sie in seinem Alter, weswegen er mit ihr besser klar kam als mit älteren Leuten. Zwar hatte er vor der Seuche gelernt wie man in der gehobenen Gesellschaft miteinander sprach und wusste somit auch wie man mit Menschen egal welchen Alters umging, allerdings fiel ihm der Umgang mit Gleichaltrigen nach mehreren Jahren ohne Gesellschaft einfacher. Schließlich tickten Menschen desselben Alters ähnlicher, wodurch die Kommunikation auch einfacher war.
Man sah Alicia direkt an, dass das Essen ihr gut tat. Wahrscheinlich hatte sie wie so viele Überlebende etwas hungern müssen oder hatte zumindest nur wenig zu Essen in letzter Zeit gesehen, weswegen das Dosenfutter ihr gelegen kam und sie gut sättigte.
Als sie dann ein weiteres Paar Handschuhe aus ihrem Rucksack hervorholte, war Ivar etwas erleichtert. Denn er hätte nicht gewusst wie er darauf hätte reagieren sollen, wenn sie ihm einfach so Handschuhe geschenkt hätte ohne dann noch welche für sich zu haben. So betrachtete er noch kurz das Geschenk und steckte es dann oben in seinen Rucksack. In der heutigen Nacht würde er sie schließlich nicht mehr brauchen.
Anschließend legte sie sich dann schlafen und er hielt die erste Wache. Dadurch dass sie schon den Fuß des Berges erklommen hatten, hörte er die ganze Zeit über nur das Pfeifen des Windes oder ab und an ein Rascheln oder Knacken, was von außen in die Hütte dran. Da jedoch die typischen Geräusche der Beißer ausblieben, musste er sich keine Sorgen darum machen, dass die Untoten sie besuchten. Auch rechnete er nicht damit, dass sich irgendein Mensch zu ihnen verirrt hatte. Es war sowieso schon ein ziemlicher Zufall gewesen, dass Alicia und Ivar sich an so einem abgelegenen Ort begegnet waren. Noch ein Überlebender war sehr unwahrscheinlich. Dass sich nur ein paar Tage entfernt eine Kolonie befand, dass konnte er ja nicht ahnen. Allerdings würden zu so einer späten Zeit sich auch keine Mitglieder des Dorfes zu ihnen verlaufen. Nur lebensmüde Menschen verließen die sicheren Mauern in der Nacht.
Nachdem mehrere Stunden vergangen waren, kletterte Ivar dann auch aus seinem Stuhl heraus und robbte zu der Schlafenden herüber um sie zu wecken. Auf seinen Spruch folgte auch gleich eine Antwort.
„Schade!“, grinste Ivar sie frech an und zwinkerte ihr zu. Dann wartete er darauf, dass sie das Feldbett frei machte, sodass er sich hinlegen konnte.
Auch wenn sie zusammen reisen wollten, hatte er ein Messer griffbereit an seinem Gürtel, was er auch nicht in dieser Nacht zum Schlafen ablegte. Wer wusste schon was passierte? Am Ende irrte er sich doch bei ihr und war dann komplett schutzlos, fall sie ihn angreifen wollen würde.
Da der anstrengende Tag doch seinen Tribut einforderte, schlief er schon wenige Minuten nachdem er sich hingelegt hatte ein. Erst die Stimme von der hübschen Brünette riss ihn dann aus dem erholsamen Schlaf. Auch schon durch die geschlossenen Augenlider konnte er das Licht „sehen“, welches durch die kleinen Fenster der Hütte hineinfiel. Also hatte sie ihn länger schlafen lassen, damit er wohl auch noch etwas mehr Energie tanken konnte.
Dass sie ihn mit Prinz ansprach fand er sehr amüsant, denn schließlich hätte er diesen Titel auch irgendwann indirekt vererbt bekommen. Auch wenn seine Familie schon lange nicht mehr ihre Adelstitel offiziell tragen durften, gehörte er immer noch ihnen. Aus diesem Grund wäre er tatsächlich ein Prinz geworden, wenn sein Großvater verstorben wäre. Was er wahrscheinlich nun ist, sowie sein Vater. Also hätte er nun sogar den Königstitel inne.
Bei dem Zusatz Seerobbe schmunzelte er. Dieses Mädchen kam auf Ideen! Nur weil er in der Kälte durch die Gegend kroch. Doch der Spitzname gefiel ihm sogar. Er setzte ihn nicht herab oder ließ direkt durchsickern, dass er ein Krüppel war. Denn nichts anderes war er!
Er tippte sich mit dem Zeigefinger auf die Lippe und murmelte noch etwas verschlafen: „Die Märchen wurden falsch erzählt! Der Prinz braucht einen Kuss, um aufwachen zu können!“
Bei seinen Worten musste er sich allerdings angestrengt ein Grinsen verkneifen und öffnete dann auch schon nach einem kurzen Augenblick die Augen.

@Alicia Clark



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#15

RE: Wald

in Außenbereich 03.02.2019 12:19
von Alicia Clark | 325 Beiträge

Nachdem ich ihn wecken wollte vernahm ich seine Worte mit dem Falsch erzählten Märchen und musste etwas lachen, er war aufjedenfall hartnäckig. "Du versuchst es aber auch immer wieder". Sagte ich grinsend, ich hatte nichts gegen Flirten wenn es kreativ war ind Ivar ist aufjedenfall kreativer als viele Kerle die so etwas versuchen. "Wir haben noch einige Tage vor uns Prinz Seerobbe halt ruhig weiter fest an deinem Märchen". Ich packte schonmal die Sachen zusammen die hier von mir rumlagen ehe ich einige Kleidungsstücke auf meinem Rucksack nahm und diese mir anzog, einen dickeren Pullover über dem anderen Pullover, eine Mütze und die Handschuhe. "Hoffentlich finden wir heute Abend weiter oben auch eine Hütte dieser Art, ansonsten wird das eine kalte Nacht". So weit würde ich es aber sicher nicht kommen lassen einfach so hier draußen zu erfrieren. Ich öffnete nun die Tür und das erste was man hörte war das es tropft, wie es scheint hatten die Temperaturen sich Stück weit wieder erhöht. "Der Schnee schmilzt langsam". es war dennoch kalt draußen von daher würde es dennoch schwer werden. Irgendwann war auch Ivar bereit, ich fragte mich nur ob das gut für ihn war das der Schnee taut oder schlecht, wenn der Schnee taut gab es eine größere Rutschgefahr denke ich. Ich bewegte mich nun ein paar Meter nach vorne um das einfach mal zu testen, das Gefühl unter den Füßen war anders als noch den Tag zuvor. "Ich denk das schaffen wir oder?".

@Ivar O Bryan


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#16

RE: Wald

in Außenbereich 17.02.2019 00:04
von Ivar O Bryan | 231 Beiträge

Als Alicia wegen seinen dummen Spruch fast schon Anmachspruch mit den Märchen lachte, schlich sich auch ein sein Gesicht ein Lächeln. So begann ein Tag doch richtig gut. Man lachte und scherzte.
Auch wenn Ivar seine Worte nicht ernst meinte, so vermisste eine Seite von ihm es einem Mädchen nah zu sein oder die Lippen von ihr auf seinen zu spüren. Generell jemanden nah zu sein war etwas fremdes für ihn geworden. Damit meinte er nicht nur das sexuelle, sondern seitdem seine Eltern gestorben sind, hatte er niemanden mehr an sich heran gelassen. Zwar war über den ein oder anderen Winter mehr oder weniger zu Gast bei Kolonien gewesen. Doch wirklich hatte er sich mit niemanden angefreundet. Die Menschen damals hatten sein Art gemocht und er hatte sich schnell mit allen verstanden, doch eine wahrhaftige Bindung zu ihnen hatte er nie aufgebaut. Immer hatte er gewusst, dass er gehen würde, wenn es wieder warm genug war, um alleine herumzuziehen. Auch wenn die Menschen ihm freundlich erschienen, so hatte er bei Gruppierungen immer ein Art abstoßendes Gefühl gehabt. So als wäre diese Kolonie die Mörder seiner Eltern gewesen, was sie jedoch nicht gewesen waren. Doch lange konnte er aufgrund dessen es nicht bei ihnen aushalten. Auch wusste er, dass früher oder später seine Wut immer stärker hervorkommen würde und er spätestens dann als Risiko eingestuft werden würde und die Kolonie verlassen musste. Aus diesem Grund hatte er nach dem Tod seiner Mutter niemand mehr gehabt mit dem er sich verbunden gefühlt hatte, da er niemanden an sein Innerstes offenbart hatte.
Doch nachdem er den Unfall hatte, musste er sich so oder so auf Menschen einlassen und da er sich langsam vereinsamt fühlte, konnte er auch mal wider anfangen eine Bindung mit jemanden einzugehen. Ein riesiger Schritt für ihn, denn durch die Jahre alleine da draußen, ist ihm bewusst geworden, dass er noch nie in seinem Leben eine wahre Freundschaft gepflegt hatte. Alles war oberflächig angekratzt und meist hatte man einander nur für die eigenen Ziele ausgenutzt. Zwar hatte man Spaß miteinander gehabt, doch tiefgründige oder generell längere Gespräche waren nie drinnen gewesen.
Damals hatte er sich nie jemanden anvertraut. Mit der einzigen Person, bei der er dies versucht hatte, ist es eskaliert. Ivar hatte seinem Baseball-Kumpel erzählen wollen, was seine eigentlichen Ziele waren, doch dafür wurde er ausgelacht und herunter gemacht. Schlussendlich endete alles in einer Schlägerei, die von Olivar ausgegangen ist. Seitdem hatte er es als Fehler angesehen mehr von sich Preis zu geben und hatte so weiter gemacht wie er es zuvor auch getan hatte.
Bei Alicia jedoch wollte er diesen Schritt wagen. Sie schien offen und freundlich, weswegen er sie als Person einstufte, mit der man sich ruhig anfreunden konnte. Zu Beginn natürlich noch mit viel Vorsicht und ohne Vertrauen, dies musste sie sich erst einmal verdienen, aber wenn sie sich als vertrauenswürdig erwiesen hatte, war sie ein guter Kandidat um sich an einer Freundschaft zu erproben.
Langsam stand er auf und machte sich aufbruchsbreit. Dabei versuchte er das Unwohlsein zu bekämpfen, was in ihm aufkam, da er vor ihr durch die Gegend kroch. Er hatte sich an den Umstand gewöhnt nicht mehr laufen zu können, doch vor anderen Personen war dies etwas anderes. Früher war er aufrecht fast schon durch das Leben gerannt und war mit jedem auf Augenhöhe gewesen. Nun musste er wortwörtlich zu jedem Menschen aufsehen, was ihm sehr missfiel, denn eigentlich war er groß genug, um Alicia auf den Kopf zu spucken.
„Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!“, gab er zurück während er seine Lederhandschuhe anzog und oben drüber das Geschenk von seiner neuen Wegbegleitung. So würden sie etwas länger voran kommen ohne jede Stunde eine Pause zu machen. Allerdings würde er immer noch oft genug sich kurz erholen müssen. Denn seine Finger waren nicht gänzlich vor der Kälte geschützt und seine Arme waren zwar trainiert, doch ewig konnte er auch nicht ohne Pause durchhalten.
Da er in seinen Klamotten geschlafen hatte, musste er sonst nichts mehr zusammenpacken und war dann auch schnell startklar.
„Wenn du noch etwas Platz in deinem Rucksack hast, kannst du ja etwas Feuerholz einpacken, sodass wir im Fall der Fälle wenigstens ein kleines Feuer anmachen können.“, schlug er ihr vor: „Und zur Not kuscheln wir einfach wie die Pinguine und wärmen uns so gegenseitig auf!“
Er würde selbst auch etwas Holz aus der Hütte mitnehmen, doch sein Rucksack war bis oben hin voll mit Essen, Trinken und anderen Kram. Mit zusätzlichen Gepäck würde die Braunhaarige zwar auch schneller ermüden, doch da Ivar eh regelmäßig Luft schnappen musste, konnte sie sich auch erholen.
Nachdem sie alles beieinander hatte, öffnete Alicia die Tür und trat hinaus. Der Ire folgte ihr und bemerkte zeitglich mit seiner Weggefährtin, dass die Temperatur leicht gestiegen war, sodass der Schnee anfing zu schmelzen. Diese Tatsache trieb ihm ein freudiges Grinsen auf sein Gesicht. Endlich wurde es wärmer und er hatte weniger Probleme auf der Wanderung durch die Berge.
„Es wurde ja auch Zeit! Ich habe genug von den Schneeengeln!“, meinte er zu Alicia und grinste sie breit an.
So wie Alicia vorging, zog er sich auch ein paar Meter nach vorne. Es war rutschig, doch gerade war der Boden noch relativ eben, sodass er nicht nach unten rutschte. Erst wenn es steiler wurde, würde es für ihn schwieriger werden, doch auch dafür hatte er eine Lösung. Mit zwei Messern konnte er sich im Boden festhaken, wodurch er nicht mehr mit den Händen abrutschen würde.
„Dann auf in den Kampf!“, sagte er bevor er sich langsam in die Richtung der Bergspitze bewegte.

Mehrere Tage waren die Beiden schon unterwegs. In der Zeit verschwand der Schnee immer mehr, doch je höher sie stiegen, desto kälter wurde es dann auch wieder. Doch selbst als sie von oben eine gute Sicht auf das Tal hatten, blieb der Schnee fern. Von dort oben hatten sie zudem ein Dorf ausmachen können, das belebt schien, denn Rauch stieg aus den Hütten empor.
Da sie durch den nassen Untergrund dann doch mehr Umwege gehen mussten, da Ivar selbst mit seinen Messern kaum Halt fand, waren sie nun schon fünf Tage unterwegs bis sie die freudige Kunde erblickt hatten, dass sich tatsächlich eine Kolonie in der Nähe befand. Auch mussten sie hin und wieder umkehren, denn immer mal wieder hatte sich eine Stelle aufgetan, welche nur durch klettern überwindbar war. Was absolut keine Option für Ivar war. Einerseits konnte er dies einfach nicht mehr und zum Anderen hatte er durch den Sturz aus dem zweiten Stock einen viel zu großen Respekt vor Höhen entwickelt. Nichts würde ihn mehr auf etwas raus bringen, wo er hinunterfallen könnte. Es war keine Höhenangst, sondern eher eine Fallangst. Denn sobald er sich sicher fühlt, konnte er weiterhin in die Tiefe blicken.
Da sie für die Strecke auf den Gipfel schon fast eine Woche gebraucht hatten, schätzte der Ire ein, dass sie mindestens genauso lang für den Weg hinunter zu dem Dorf brauchten. Langsam wurde das Essen zwar knapp, doch durch den ein oder anderen Bach, der breit genug für essbare Fische war, hatten sie auch mal etwas frisches zwischen den Zähnen. Allerdings war dies ihnen auch nicht jeden Tag gegönnt.
„Ich würde sagen, wir schauen, dass wir auf den Weg nach unten in der Nähe von einem Bach bleiben. So haben wir immer die Möglichkeit uns etwas Fisch zu fangen und wir haben eine Wasserquelle.“, überlegte Ivar und sah zu Alicia rüber. Aktuell befanden sie sich zwar nicht in der Nähe eines solchen Gewässers, doch sobald sie wieder eines auffinden würde, wäre dies das Klügste. Mit den Dosen in Ivars und inzwischen auch in Alicias Gepäck, hatten sie wahrscheinlich nur noch zwei Tage etwas zu essen, wenn sie sparsam waren. Durch die letzten Tage, die durch den rutschigen Boden dann doch sehr anstrengend für Ivar gewesen waren, hatte er seiner Gefährtin etwas Essen und Trinken aufgedrückt. So musste er weniger schleppen und sie tat etwas anders als Geselligkeit für die regelmäßigen Mahlzeiten.
Durch die paar Tage hatte er sich etwas besser kennengelernt, sodass seine Vermutung, dass sie ihm nichts vorspielte, immer klarer wurde. Deswegen hatte er ihr auch etwas von seinem Proviant anvertraut. Zudem hatte er weiterhin die Märchenmasche durchgezogen und auch auf anderen Märchen basierend den ein oder anderen Spruch fallen lassen.
Einmal hatte ein Ast oder spitzer Stein es geschafft seinen Unterarm leicht aufzureißen. Abends hatte er gescherzt, dass wenn er nicht mehr aufwachte, würde durch diesen Pikser wohl der Fluch von Dornröschen auf ihn liegen und er müsste dann wachgeküsst werden.
Oben am Gipfel, wollte er aufstehen, um eine bessere Sicht zu haben und rief: „Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar hinunter!“, damit sie ihm hoch half. Denn um ihn herum gab es keinen Baum oder großen Felsen, durch den er sich hatte hochziehen können. Auch hatte Alicia durch die vorherigen Tage erfahren, dass er noch auf den linken Bein stehen konnte. Nur das rechte war komplett zerstört, weswegen sie wusste, was dieser Ausruf von ihm bedeutete.
Zu guter Letzt ließ er am Bach verlauten, als sie aus ihm tranken und ihre Spiegelbilder sahen: „Spieglein, Spieglein, in dem Fluss, wer ist die Schönste im ganzen Land? Prinz Seerobe, Alicia ist die Schönste im ganzen Land!“
Gerade nachdem er ihr den seine Idee beziehungsweise seinen Plan verraten hatte, meinte er: „Ich bin so voller Staub und Schmutz, ob ich überhaupt in das Dorf eingelassen werde?“, und spielte somit auf Aschenputtel an.

@Alicia Clark



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#17

RE: Wald

in Außenbereich 18.02.2019 16:38
von Alicia Clark | 325 Beiträge

Es war schön endlich wieder unter Menschen zu sein, naja eigentlich ja nur Mensch, Ivar brachte mich mit seinem komischen Flirtenden Charme zum Lachen, etwas was ich schon lange nicht mehr gemacht hatte. Die letzten Jahre waren nicht sehr einfach für mich, erst starb mein Bruder, dann meine Mutter und der rest der wohl merkwürdigsten Patchwork Familie der Welt. Als erstes starb der Sohn von Travis doch darüber war ich nicht grade traurig, klar veränderte die Apokalypse ein, man wurde gewaltätiger, schroffer aber das war doch kein Grund einem nach zu stalken und Nachts in mein Zimmer zu schleichen während ich schlief, er wollte mich damals umbringen doch ich wurde wach und schrie das Haus zusammen dann rannte er weg, aus diesem Grund tat es mir nicht wirklich leid das mein Stiefbruder starb, er wurde zu einem Psycho und davon gab es auch schon vor der Apokalypse genug. Das war wohl der Grund wieso ich niemanden so einfach vertrauen konnte, man sah es einer Person nicht an was sie für kranke Gedanken hat, dann traf ich auf Ivar, unmöglich kann er all das nur vorspielen, er ist wirklich ein guter Mensch. Nach unserem Aufbruch an der Hütte und dem Deal Nahrung gegen Begleitung und Schutz verging mittlerweile eine Woche, er hatte schon so ziemlich jede Disney Prinzessin genannt die es gab, einmal war ich eine und dann wieder er, er wäre wohl am liebsten Dornrösschen denn dann würde ich ihn wach küssen, ich sah uns dann doch eher in die Schöne und das Biest. Wir reisten immer höher die Berge hinauf bis wor an einem Punkt ankamen an dem wir die perfekte Sicht auf alles hatten, von weitem sah man einige Häuser, sie schienen bewohnt zu sein, dort hin würde uns die Reise führen. Wir machten uns nun auf dem Weg, in Richtung der bewohnten Häuser, an einem Bach angekommen pausierten wir ein wenig, ehe ich seine nächste Prinzessinnen Worte hörte und grinsen musste. "Du Schleimer". Sagte ich grinsend und machte ihn etwas nass mit den Wasser aus dem Bach, er ist ja schon irgendwie süß das musste man ihm lassen. Ich hörte ihm weiter zu, natürlich wusste ich das er auf Aschenputtel anspielte, "Vermutlich nicht, so dreckig war nicht mal sie". Sagte ich grinsend. Ohne zu zögern drückte ich ihn einfach meine Lippen auf seinen, mir war einfach danach. "So jetzt hast du deinen Prinzessinnen Kuss". Hauchte ich gegen seine Lippen und blickte ihn dabei an.

@Ivar O Bryan


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#18

RE: Wald

in Außenbereich 01.03.2019 16:54
von Ivar O Bryan | 231 Beiträge

Wie Alicia genoss Ivar ebenfalls die Gesellschaft des Anderen. Zwar war für ihn das noch etwas ungewohnt, doch langsam gewöhnte er sich daran, dass er jeden Moment mit jemanden reden konnte, nicht mehr alleine aß und auch mal ein paar Stunden unbesorgt schlafen konnte, da Alicia und er abwechselnd Wache hielten. Ebenso machte es ihn Stück für Stück weniger aus, dass er vor ihr wortwörtlich kriechen musste. Durch ihre offene und oftmals witzige Art, ließ sie ihn schnell vergessen, dass sie vom körperlichen her nicht auf einer Ebene standen. Generell fühlte er sich in ihrer Nähe nur selten wie ein Krüppel. Nur wenn sie mal wieder wegen ihm einen Umweg laufen mussten, wurde Ivar wieder die Tatsache so richtig bewusst. Zwar vergaß er nie, dass er nicht mehr laufen konnte, doch trotzdem fühlte er sich manchmal einfach wie ein normaler Mensch.
Während sie wanderten redete Olivar nicht sehr viel, da er sonst sehr schnell außer Atem war. Doch wenn sie eine Pause machten oder ihr Lager für die Nacht aufschlugen, erzählte er ihr manchmal etwas aus seiner Vergangenheit, aber auch nicht viel über sich und seine Familie, sondern eher Sauf- und Schulgeschichten oder aber das mit seinen Beinen geschehen ist. So wusste nun Alicia, dass jemand ihn aus dem zweiten Stock eines Hotels geschubst hatte und wie er früher drauf war. Das seine Familie viel Geld besessen hatte, das er aus Irland kam, adlig war oder andere persönlichere Sachen, behielt er noch für sich. Teilweise schmerzte es immer noch etwas oder es war einfach unrelevant. Geld und Titel spielten in dieser Welt keine Rolle mehr, also waren sie kaum erwähnenswert. Doch was nicht war, konnte noch werden. Er mochte das Mädchen trotz der wenigen Zeit, die sie miteinander verbracht hatten und eventuell konnte er seinen Kummer und Schmerz ihr auch anvertrauen. Zudem war er sich sicher, dass sie ebenso wie er selbst auch eine Last auf den Schultern trug, wo er für sie ebenfalls ein offenes Ohr haben konnte. Konnte ja nicht sein, dass er sich bei ihr ausheulen durfte und sie nicht bei ihm. So war er früher drauf gewesen, doch inzwischen war ihm bewusst geworden, dass dieses Verhalten einen nicht sehr weit brachte.
Nachdem sie das Dorf erblickt hatten, waren sie weitergezogen, aber sie hatten nun ein konkretes Ziel. Nach einem halben Tag fanden sie auch dann wieder einen Bach. Ivar stellte seinen Rucksack ab und trank kurz frisches Wasser. Anschließend schüttete er sich das Wasser in sein Gesicht, um sich etwas zu waschen, aber auch um sich minimal abzukühlen. Jede ihrer ganzen Wanderungen waren für ihn anstrengender gewesen als er jemals laut zugeben würde, weswegen diese kurze Abkühlung ein wahrer Segen für ihn war, sowie die Pause die sie gerade einlegten.
Kurz danach fiel ihm ein weiteres Märchen und somit ein neuer Spruch ein. Doch Alicias Reaktion darauf überraschte ihn dann doch sehr. Erst konterte sie wie gewohnt, dann schaufelte sie Wasser in seine Richtung, sodass sein Oberteil leicht nass wurde. Gerade wollte er sich revanchieren als sie noch einen Spruch hinterher warf und ihn plötzlich küsste.
Da ihre Tat ihn ziemlich überraschte, starrte er sie nur fast wie erstarrt an. Erst als sie sich löste riss er sich wieder zusammen, zog sie wieder zu sich und küsste sie dann einfach von seiner Seite aus.
Das sie dies machen würde, damit hatte er nie in seinem Leben gerechnet. Seine Sprüche waren meist nur zum Spaß gewesen, da sie so immer anfing zu lachen und sie miteinander rumscherzten. Nur ein kleiner Teil hatte sich erhofft sie damit rumzukriegen. Doch niemals hätte er darauf gewettet, dass es funktionieren würde. Obwohl er sich anders gab, flüsterte stets eine teuflische Stimme in seinem Kopf, dass er als Krüppel niemals wieder eine Chance auf Glück hatte und bis gerade eben hatte er auf sie gehört. Doch jetzt genoss er einfach die Lippen von einer Frau wieder auf seinen zu spüren.

@Alicia Clark



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#19

RE: Wald

in Außenbereich 03.03.2019 11:58
von Alicia Clark | 325 Beiträge

Auf dem Weg durch diesen hoch liegenden Wald erzählte mir Ivar einige Sachen, es war spannend zu hören was er für win Mensch war, vor alldem. An viel vor der Apokalypse konnte ich mich nicht mehr wirklich erinnern, die Erinnerungen an all das verblassten immer mehr, natürlich wusste ich das ich wegen meinem Bruder kein eigenes Leben hatte und ziemlich schnell erwachsen werden musste. Schon mit 12 war ich dabei alles mögliche zutun um meinem Bruder bei den Entzügen zu helfen, ja Mehrzahl denn ich war oft genug dabei. Ich sah ihn viel öfters auf Heroin anstatt im normalen Zustand erst als die Apokalypse los ging und der Entzug erzwungener maßen stattfand wurde er wieder er selbst. All das erzählte ich auch Ivar nachdem er mir all das von sich erzählte. Wie konnte man einen Menschen aus ein Gebäude schubsen, was dachte die Person sich dabei, Ivar hätte sterben können wegen so einen Scheiß, wenn ich ehrlich bin und so herum kriechen müsste wie er hätte ich mir schon längst die Kugel gegeben, kein Witz. In einer normalen Welt würde dieses Problem vermutlich schnell von Ärzten gelöst werden doch hier? In dieser Welt? Nein Danke. Nachdem ich ihn am Bach küsste dauerte es nicht sehr lange bis er nun mich küsste, seinen Kuss erwiderte ich nur all zu gerne, ich vertraute Ivar wie keinem anderen, klar ich kannte nur noch ihn aber er brachte mich zum lachen in einer Zeit in der es absolut nichts zum Lachen gibt. Nach einer Weile löste ich den Kuss, wie lange hatte ich niemanden mehr geküsst. Ich wollte mehr als diesen Kuss doch würde er mit machen?. "Wollen wir es tun?". Hauchte ich mit nervöser zittriger Stimme in sein Ohr. Was Sex mit Männern anging war ich noch Jungfrau, damals gab es nur meine Nachbarin und mit dieser hatte ich lediglich im Alter von 12 Jahren experimentiert das war es auch schon. Dann ging all das hier los und man hatte besseres zutun als Sex zu haben.

@Ivar O Bryan


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#20

RE: Wald

in Außenbereich 22.03.2019 23:13
von Ivar O Bryan | 231 Beiträge

Interessiert hörte Ivar Alicia zu, was sie so über ihre Vergangenheit erzählte. Dabei wusste er nicht so genau wie er reagieren sollte und ob er da genauer nachfragen konnte. Schließlich hatte sie sich mit zwölf Jahren um ihren drogenabhängigen Bruder kümmern müssen oder ihn durch seine vielen Entzüge begleitet. Ivar kannte so etwas nur aus Geschichten, Filmen und Serien. Nie hatte er sich gedacht mal auf eine Person zu treffen, die solch eine Vergangenheit hatte.
Sicherlich nahmen viele in der High Society Drogen. Doch wenn dies einmal überhandnahm, dann sah man diese Person einfach für ein oder zwei Monate nicht mehr. Die Familie steckte den Abhängigen einfach in einem Entzug und erzählte jedem, der nachfragte, sie sei bei Verwandten im Ausland, im Urlaub oder irgendetwas anderes, was noch einigermaßen plausibel klang. Drogen waren für viele etwas alltägliches, doch sobald jemand eskalierte, wurde es dann totgeschwiegen oder es wurden Lügen erzählt. Schließlich wollte niemand den Ruf seiner Familie durch solch einen Skandal schädigen. Doch meist wussten alle was tatsächlich los war. Allerdings redete man einfach aus Höflichkeit nicht weiter darüber.
Da er aus seinem früheren Leben nur gelernt hatte bei solch einer Geschichte, auch wenn sie als Urlaub getarnt war, die Klappe zu halten, blieb er auch bei Alicia recht still. Bei anderen Erzählungen von früher hakte er dann doch nach und fragte nach ein paar Details.
Dass Alicia seinen Leidensweg vor zwei Jahren eher cool als mit einem mitleidigen Blick kommentierte, danke er ihr im Stillen. Mitleid hatte er schon immer gehasst, denn es brachte einen nichts ein. Die Brünette war eher fassungslos über die Tat von dem Arschloch, das ihn aus dem Gebäude geschubst hatte. Aus diesem Grund, da sie seine Wut anscheinend verstand, vertraute er ihr seine Rachegedanken an. Falls er jemals den Mann wiedersah – und er würde ihn auf jeden Fall erkennen, denn dieses Gesicht würde er niemals vergessen – würde er den Mann nicht einfach töten. Er würde ihn von irgendeiner Anhöhe schubsen oder springen lassen, die ungefähr die gleiche Höhe hatte wie der von Ivars Absturzort. Wenn der Mann dies überleben würde, würde Ivar ihn ebenfalls am Leben lassen. Aber helfen würde er ihn auf keinen Fall. Er musste das Gleiche durchleben wie der Ire.
Durch diese ganzen Geschichten waren sie sich anscheinend vertrauter und näher gekommen als Olivar es eingeschätzt hätte. Eine wahre Freundschaft oder gar Beziehung hatte er nie gehabt. Wodurch er nicht einschätzen konnte, wann man sich als Freunde betiteln durfte und wann eine Verbindung stark genug war für einen Kuss.
Da Alicia ihn am Bach nach seinen mehr scherzhaften Anmachsprüchen tatsächlich dann geküsst hatte, wusste er zu Beginn nicht was er machen sollte. Doch nachdem sie sich von ihm gelöst hatte, ließ er seine alte Seite einfach wieder heraus. Früher hatte er einfach jemanden geküsst oder mit der Person geschlafen, wenn es ihm danach war. Und Alicia schien ihm ja nicht abgeneigt und er mochte sie ebenfalls sehr. Also warum nicht?
Aus diesem Grund zog er sie einfach zu sich und küsste nun sie. Als sie den Kuss dann sofort erwiderte, war er sich ganz sicher, dass sie ihm nicht abgeneigt war. Sonst würde sie wohl kaum das nun zulassen.
Nachdem sie sich dann von ihm gelöst hatte, fragte sie ihn etwas, was ihn noch mehr aus der Bahn war als der erste Kuss von ihr. Sie wollte mit ihm schlafen? Hier und jetzt? Dabei klang sie jedoch sehr nervös. Also würde sie einen Korb erwarten. Dass sie noch Jungfrau war, dass ahnte er nicht und würde auch nicht so schnell darauf kommen.
Sein ganzer Körper schrie ja, denn durch das rummachen vor wenigen Sekunden hatte sich bei ihm unten schon etwas geregt. Doch er war sich etwas unsicher. Vor Jahren hatte er zum letzten Mal mit jemanden geschlafen, als er im Winter in einer Kolonie gelebt hatte. Was wenn er wie ein Teenager nach wenigen Minuten kam und sie ihn dann auslachte? Kam ja hin und wieder vor. Zumindest hatte es an seiner Schule massig an solchen Tratschgeschichten gegeben.
Zudem kam noch, dass er nichts zum Verhüten dabei hatte. Dies war eigentlich kein Problem, denn kurz vor der Apokalypse hatte er herausgefunden, dass er keine Kinder bekommen konnte. Dies war eher vielen Zufällen zu verdanken. Denn einer seiner Football-Kollegen hatte es geschafft jemanden auf einer Party zu schwängern. Aus diesem Grund hatte dann auch Olivar etwas Bammel bekommen, schließlich waren Ferien gewesen und er hatte auf massig Partys sich herumgevögelt. Da er ziemlich betrunken war, war er sich bei der Hälfte danach nicht mehr so sicher, ob er verhütet hatte. Doch nach mehreren Wochen kam immer noch kein Mädchen an und wollte ihm ein Kind anhängen. Nun fragte er sich, ob er mehr Glück als Verstand gehabt hatte oder es an etwas anderem lag. Aus purer Neugierde hatte er sich dann testen lassen und einen Schlag in die Magengrube bekommen. Er würde keinen Erben für seine Familie zeugen können. Somit würde er die Firmen seines Vaters nicht erben, falls dies herauskam, und im schlimmsten Fall würde er sogar komplett enterbt werden. Schließlich konnte er die Blutlinie der Familie nicht weiterführen und sein Onkel hatte bis zu dem Zeitpunkt auch kein Interesse an Kindern gezeigt. Gerade als er mit den Nerven komplett am Ende war, brach dann die Seuche aus und er hatte andere Probleme.
Eigentlich war dieser Umstand gerade ein Vorteil für ihn, doch er wusste, dass Alicia Fragen stellen würde, die für ihn unangenehm waren. Denn selbst nach all diesen Jahren nagte seine Unfruchtbarkeit immer noch an seinem Ego.
All diese Zweifel schossen ihm innerhalb weniger Sekunden durch den Kopf, doch sie wurden schnell durch das Verlangen nach der hübschen Brünette vor ihm verdrängt. Eventuell stellte sie ja auch einfach keine Fragen!
Erneut zog er sie zu sich und küsste sie wieder.
Langsam fuhr er mit der Hand über ihre Seite, dann murmelte er mit einem Grinsen im Gesicht in ihr Ohr: „Sollte man als Prinzessin und Prinz nicht bei sowas auf die Hochzeitsnacht warten?“
Anschließend biss er ihr sanft in das Ohrläppchen und küsste sie. Seine Hand fuhr unter ihr Oberteil und er kratzte ihr leicht über die nackte Haut.
Normalerweise hätte er sich über eventuelle Beißer gesorgt. Doch in der ganzen Zeit in den Bergen hatten sie nur einen einzelnen Untoten gesehen, welcher sehr abgemagert war. Anscheinend verirrten sich so hoch keine Toten. Dies und Fakt, dass er langsam an nichts anderes als Sex denken konnte, ließen ihn so entspannt in der Natur Alicia küssen und befummeln.

@Alicia Clark



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