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Roan & Lyanna Evans » Vor der Hütte

An Aus

#1

Vor der Hütte

in Roan & Lyanna Evans 22.11.2018 23:57
von Daryl Dixon | 2.689 Beiträge



Alles Menschliche hängt an einem dünnen Faden u. plötzlich stürzt,was so eben noch stark war


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#2

RE: Vor der Hütte

in Roan & Lyanna Evans 12.12.2018 13:39
von Azra • 128 Beiträge

CF: Wohnbereich Azra + Akando

Graces Freude über die Kutte rührte ihn. Er selbst hatte sie zwar gemocht aber in ihren Händen war sie garantiert besser aufgehoben. Und so wie sie sich an seine Brust warf und sich bedankte, bedeutete es ihr wirklich viel.
"Gern geschehen. Gib gut auf sie Acht", sagte er . Er hatte keine Zweifel, dass sie das tun würde. Ihr Bedeutete das so viel, da konnte er sich etwas Anderes nicht wirklich vorstellen.
Manchmal war ein kleiner Akt der Güte alles was man auch für sich selbst brauchte, damit der Tag ein Guter wurde. Heute hatte er eine junge Frau kennengelernt und vermutlich hatte er an einem Tag mehr für sie getan, als sie die letzten Monate von irgendwem gekriegt hatte. Das fühlte sich gut an.
Während Grace ihre Dankbarkeit darin ausdrückte, dass sie das Geschirr abwusch, setzte sich Azra noch einmal hin. In dem Moment wachte Akando auf und kam nach kurzem Gähnen und Strecken zu ihm. Fordernd schob er seinen Kopf auf seine Knie. Also streichelte er ihm über den Kopf und kraulte ihn sanft hinter den Ohren.
"Na...? Wieder wach? Schön aufgewärmt?", fragte er ihn lächelnd, auch wenn der Wolf natürlich kein Wort verstand. Egal. "Wir gehen gleich Graces Bruder suchen. Kommst du mit?" Azra grinste leicht und kraulte ihn noch weiter, bis Grace verkündete, dass sie nun bereit wäre. Also stand er auch auf und zog sich rasch an. Diesmal packte er sich nicht ganz so fest ein, wie zuvor, als sie im Wald waren. Sie gingen ja bloss runter ins Dorf. Also Jacke, Stiefel, Schal und Mütze. Musste reichen.
"Akando, komm", rief er dem Wolf zu, ehe er Grace und Akando die Tür aufhielt. Wie immer schloss er seine Hütte zusätzlich mit einem Vorhängeschloss ab. Er hatte die Hoffnung, dass es Fremde vorm Einbrechen abhalten könnte. Auch wenn sie einfach ein Fenster einschlagen konnten, wenn sie es wirklich ernst meinten. Bisher war aber auch nie etwas passiert.
"Ich hoffe mal, dass er Zuhause ist", meinte er zu Grace, während sie zu dritt den verschneiten Weg zum Dorf gingen. Die Hütte stand vielleicht zehn Minuten Fussweg vom Dorf weg, wenn man gemütlich ging. Da sie es einigermassen eilig hatten, schafften sie es in sechs Minuten, als die Häuser zwischen den Bäumen auftauchten. Dahinter der teilweise gefrorene See. Die Wege im Dorf waren vom Schnee befreit worden, doch da es noch immer schneite hatte sich bereits wieder ein leichter Film darüber gelegt.
Azra hielt zielstrebig auf eine der Hütten zu und hoffte einfach, dass Roan zugegen war. Man wusste ja nie so recht, wo genau alle rumstreunten.
Als sie vor der Hütte standen, warf Azra Grace noch einmal einen kurzen Blick zu. Er lächelte sie aufmunternd an, dann trat er zur Tür und klopfte laut, ehe er ein paar Schritte zurücktrat, sodass er wieder neben Grace stand. Akando deutete er sich zu setzen.

@Grace Evans
@Akando
@Roan Evans



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#3

RE: Vor der Hütte

in Roan & Lyanna Evans 12.12.2018 15:31
von Grace Evans | 118 Beiträge

Azra´s und Akandos Hütte - Wohnbereich =>

"Das werde ich!", versprach sie und meinte es auch so. Die Kutte würde sie wie einen Schatz behüten und pflegen. Durch Juice und die Mittelalterkonventions kannte sie sich zudem auch mit der Lederpflege aus, weswegen es kein Problem für sie darstellte, die Kutte in ihrem Anfangszustand zu behalten.
Nach dem Kind unter ihrem Herzen war das Andenken an die Anarchy Riders und Juice ihr wertvollster Besitz. Solange nichts schlimmes passierte, würde die Kutte wenn es nach Grace ging für immer erhalten bleiben. Dafür würde Grace sorgen. Falls ihr Kind alt genug war um zu erfahren was mit seinem Vater passiert war, würde sie diesem auch die Kutte vererben. Denn diese war das einzige was es noch von seinem Vater hatte.
Das der Wolf inzwischen wieder aufgewacht war, bemerkte Grace nicht. Zu sehr war sie auf den Abwasch un ihrem neuen Kleidungsstück fixiert. Erst als sie in das Wohnzimmer zurück ging, sah sie ihn.
Noch immer machte das Tier einen großen Eindruck auf sie. Am liebsten hätte sie ihn auch wie Azra gestreichelt, doch wusste sie, dass das eine schlechte Idee war. Eventuell wenn sie mehr Zeit mit dem Alpha und dem Wolf verbracht hatte, dann konnte sie es versuchen. Jetzt jedoch nicht.
Ganz der Gentlemen hielt Azra ihr und seinem tierischen Bewohner die Türe auf. Schnell trat sie hinaus und atmete erstmal tief die kühle Luft ein und zog dann ihre Winterjacke enger um sich. Währenddessen sperrte der Hausbesitzer die Türe ab.
Mit den Händen in den Jackentaschen vergraben schritt sie dann mit ihren zwei Begleitern los in Richtung des Dorfes. Trotz ihrer geringer Größe schlug sie ein beachtliches Tempo an, denn nichts hielt sie nun mehr von ihrem Bruder fern.
Bei Azras Worten drehte sie sich kurz zu ihm und meinte dann: "Das hoffe ich auch. Deswegen bin ich echt froh, dass du mich begleitest. Ich wüsste nicht wie ich reagieren würde, wenn er nicht da ist!"
Der ganze Tag schon war für sie sehr aufwühlend gewesen. Zuerst hatten sie die Bilder von dem Tod ihres Mannes verfolgt, dann hatte sie sich eingestehen müssen, dass sie schwanger ist und hatte anschließend erfahren, dass ihr Bruder noch lebte und nur wenige Minuten von ihr entfernt sich aufhielt. Dazu kamen noch die ganzen Hormone und die Trauer, die sie noch emotionaler machten.
Im Dorf hatte sich einiges geändert. Teilweise war etwas dazugebaut worden oder renoviert, doch grundsätzlich gab es noch ein ähnliches Bild ab, wie das erste Mal als Grace hier gewesen war. Auch bevölkerten mehr Tiere das Dorf als bei der Konvention. Schließlich versorgten sich die jetzigen Einwohner anscheinend selbst. Damals hatten sie das nicht nötig gehabt. Erst recht nicht für eine Woche. Sicherlich hatten ein zwei Leute ihre Hunde mitgenommen oder ein paar Hühner. Doch nun gab es auch vereinzelt Ziegen oder Schweine. Nicht zu vergessen der Wolf der neben ihnen herlief oder das ein oder andere Pferd, was man aus Ställen wiehern hörte.
Die Dunkelhaarige ließ sich von Azra führen. Sie kannte sich zwar in dem Dorf aus, doch hatte sie keine Ahnung wo ihr Bruder lebte. Woher auch, bis vor Kurzem hatte sie nicht einmal gewusst, dass er in dem Dorf in den Bergen lebte. Immer hatte sie die Hoffnung stets in ihrem Herzen gehabt, dass Roan all den Scheiß überlebt hatte, doch sicher war sie sich schlussendlich nie gewesen. Zu viele starke Menschen, die kennen lernen durfte, waren gestorben. Weshalb sollte also ihr Bruder das Glück gehabt haben? Grace wusste, dass er stark war, mit dem Schwert kämpfen und mit Pfeil und Bogen umgehen konnte, doch andere konnten dies auch und waren nun tot.
Doch anscheinend war ihre Familie einfach zäher. Zumindest sie beide. Wo ihre anderen drei Brüder steckten, dass wusste sie nicht. Auch wenn sie selbst bei diesen die Hoffnung nicht aufgegeben hatte.
Dann blieb der Braunhaarige vor einem Haus stehen. Eigentlich wollte Grace klopfen oder am liebsten sofort die Türe aufreißen und laut nach ihrem Bruder rufen. Doch sie stand wie gelähmt vor der Tür.
Schlussendlich erlöste Azra sie indem er das Klopfen übernahm, ansonsten wäre sie wohl noch länger unsicher vor dem Eingang stehen geblieben. Kurz sah sie zu ihm rüber nachdem er wieder neben sie getreten war und lächelte ihn dankbar an.
Nervös wippte sie wieder mal auf ihren Zehenspitzen und biss auf ihrer Lippe herum. Die waren zwei ihrer Angewohnheiten, wenn sie aufgeregt war.
Nach einer gefühlten Ewigkeit für Grace öffnete sich die Tür und die breite Gestalt von Roan tauchte im Spalt auf.
Die Evans quietschte erschrocken, aber auch fröhlich auf und rannte auf ihn zu. Ungebremst fiel sie ihm um den Hals oder besser gesagt um die Brust, denn ohne zu springen kam sie nicht so hoch.
"Roan!", wimmerte sie und war nun mal wieder den Tränen nahe, die auch gleich ihr über die Wangen liefen.
"Mein lieber Bruder, Roro", flüsterte sie, bevor sie vor Schluchzern kein Ton mehr herausbekam.

@Akando
@Roan Evans
@Lyanna Evans (falls du auch vor die Tür schaust ^^ )
@Azra


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#4

RE: Vor der Hütte

in Roan & Lyanna Evans 12.12.2018 22:09
von Roan Evans | 183 Beiträge

----> Wohnbereich

Ich ahnte nicht wer um diese Zeit noch bei uns klopfen sollte. Immerhin hatten wir Abend (ich hoffe ihr auch) und ich war tot müde von der anstrengenden Arbeit. Also öffnete ich etwas maulig die Holztür und sah erst Azra und seinen weißen Wolf. Gerade wollte ich etwas sagen, als es mir die Sprache verschlug. War das wirklich meine kleine Schwester vor mir? Nein das konnte doch nicht sein. Allerdings lief sie mir weinend in die Arme und ich spürte, dass dies kein Traum sein konnte. Sofort legte ich meine starken Arme um sie und lehnte meinen Kopf gegen ihren.
"Grace!"
Nun liefen auch mir Tränen übers Gesicht. Egal wie stark man als Mann wirkte, in solchen Momenten kamen die Tränen trotzdem. Wie konnte das nur passieren. Ich sah Azra fragend an und schlurchzte. Dann löste ich mich von meiner kleinen und sah sie glücklich an.
"Du hast mich gefunden und dabei hab ich dich all die Jahre gesucht"
Ich küsste ihre Stirn und wollte sie gar nicht mehr los lassen. Das war das beste Geschenk zu Weihnachten, was ich mir wünschen könnte. Nicht kann das nun toppen.
"Wie lange bist du schon hier? Geht es dir gut?"
Nun musterte ich sie ganz genau, Arme und Beine waren aber noch dran, dass war gut. Ich sah in die Hütte zu Lyanna.
"Lya ... du wirst nicht glauben wer hier vor der Tür steht"

@Lyanna Evans @Azra @Grace Evans


Ansichten können nicht überleben,

wenn man nicht die Möglichkeit hat, für sie zu kämpfen.

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#5

RE: Vor der Hütte

in Roan & Lyanna Evans 13.12.2018 10:31
von Lyanna Evans | 196 Beiträge

-> Wohnbereich

Es war ein anstrengender Tag gewesen und Lyanna hatte keine Zweifel daran das sie die Nacht durchschlafen würde. Zu dem kam die Erschöpfung der letzten Tage hinzu in denen die Dunkelhaarige kaum geschlafen hatte. So weit war mit Roan alles geklärt was zu klären war und Lyanna war wirklich froh darüber. Doch als es plötzlich an der Tür klopfte sah sie Roan nur kurz an. Wer konnte das so spät noch sein? Die junge Frau wüsste nicht was jemand so spät noch von ihnen wollte. Außerdem verhielt sie sich die letzten Tage eher still worauf es auch nicht auf irgendeinen Ärger laufen würde. Als Roan dann schließlich aufstand und die Tür öffnete. "Warte ... vielleicht sollten wir-" sprach wieder die Vorsicht aus Lyanna heraus aber ihr Mann hatte bereits die Tür geöffnet. Erst schien es kurz still doch dann vernahm sie einen Namen den Roan sprach. Grace. Sie konnte sich nicht sonderlich erinnern das so jemand aus dem Dorf hieß aber an was sie sich erinnerte war das Roan's Schwester so hieß. Und das konnte doch jetzt nicht sein ... oder? Besonders weil Lyanna gerade von ihr mit Roan gesprochen hatte. Die Dunkelhaarige stand schließlich auf und lief ebenfalls zur Tür wo sie nur das Bild vorfand wie Roan die junge Frau umarmte. Hinter ihr stand Azra mit seinem Wolf. Sie hatte ihn schon ein paar mal im Dorf gesehen. Bei seinem Wolf hielt sie sich eher auf Abstand. Schlechte Erfahrungen mit Hunden war der Grund und das Tier war wahrscheinlich das Zehnfache von einem Hund. Lyanna verschränkte schließlich nur die Arme, wollte diesen Moment nicht stören ehe die beiden sich schließlich voneinander lösten. Die Dunkelhaarige wusste nicht genau wie sie nun auf diese Situation reagieren sollte. Besonders auf eine Schwester. Ein ,Hey ich bin übrigens die Frau von deinem Bruder, käme sicherlich nicht gut an. Schließlich wussten nur Roan und Lyanna wie es dazu gekommen war. Seine oder Lyanna's Familie war nie im Spiel.

@Roan Evans @Azra @Grace Evans



You should never tell a psychopath
they're a psychopath. It upsets them.

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#6

RE: Vor der Hütte

in Roan & Lyanna Evans 15.12.2018 17:52
von Azra • 128 Beiträge

(sorry, dass ich euch hab warten lassen... Arbeit und so...)

Roan war tatsächlich Zuhause. Als er die Tür öffnete, konnte man dieÜberraschung regelrecht ansehen. er schien absolut nicht damit gerechnet zu haben, dass er seine Schwester antreffen würde.
Azra trat ein paar Schritte zurück, um das glückliche Zusammenkommen der Familie nicht zu stören. Es war schön, dass er hier hatte helfen können. Gut, Grace hätte Roan vermutlich auch ohne ihn gefunden. Sie wäre hierher gekommen und wäre ihm wohl früher oder später sowieso über den Weg gelaufen.
Als Roan ihn kurz fragend ansah, lächelte er und zuckte mit den Schultern. Grace würde ihm die ganze Geschichte schon erzählen. Bruder und Schwester waren zu Tränen gerührt und au feinmal fühlte sich Azra etwas fehl am Platz. Er legte seine Hand auf Akandos Kopf, wobei er sah, dass Lyanna den Wolf etwas skeptisch musterte. Ja, die meisten Dorfbewohner standen dem Wolf mit grosser Skepsis gegenüber. ER konnte es ihnen nicht verübeln, immerhin war Akando ein Wildtier und kein domestizierter Hund. Trotzdem...
"Ich will nicht weiter stören", sagte er dann also. "Ihr habt euch sicherlich viel zu erzählen..." Azra lächelte knapp und wandte sich dann ab. "Man sieht sich..." Nein, er war noch nie wirklich gut in sozialer Interaktion gewesen aber er wollte auch nicht mehr länger hier dumm rumstehen. Wobei er es ihnen natürlich nicht übel nahm. Er gab den dreien gern ihre Zeit sich auszusprechen. Er hatte seinen Part getan.
"Akando!", rief er den Wolf zu sich, winkte den dreien noch einmal kurz zu und machte sich dann auf den Weg zurück zu seiner Hütte.

@Grace Evans
@Roan Evans
@Lyanna Evans
@Akando



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#7

RE: Vor der Hütte

in Roan & Lyanna Evans Gestern 17:32
von Grace Evans | 118 Beiträge

Schon nach nicht mal einer Sekunde schlang Roan seine kräftigen Arme um Grace und drückte sie noch näher zu sich. Dabei lehnte er seinen Kopf gegen ihren. Wenig später flossen auch bei dem Ältesten der Familie Evans die Tränen über die Wangen und er schluchzte kurz auf.
Noch nie hatte Grace ihren Bruder so erlebt, doch sie verstand ihn mehr als gut, dass ihn dieser Moment mitnahm. Schließlich hatten sie sich fast zehn Jahre nicht gesehen und konnten sich nie in der ganzen Zeit sicher sein, dass der andere noch lebte.
Während ihrer Umarmung krallte die Evans sich regelrecht in die Kleidung von ihrem Bruder. So als würde er verschwinden, wenn sie ihn loslassen würde.
Als er sie dann kurz von sich weg schob, um sie zu betrachten, sah Grace ihn mit verweinten Augen an. Anschließend küsste er sie sanft auf die Stirn, so wie er es immer früher gemacht hatte, wenn sie sich begrüßt oder verabschiedet hatten. Es war so vertraut für sie, auch wenn das letzte Mal, wo er dies getan hatte schon ein halbes Leben her war. Die Dunkelhaarige war damals süße siebzehn Jahre alt gewesen und sie hatten sich auf einem Mittelaltermarkt getroffen. Eine Woche später war Grace auf einer Konvention ohne ihren Bruder, wo dann die Seuche ausgebrochen war.
Eigentlich wollte sie etwas auf seine Bemerkung erwidern, wie, dass sie ihn auch immer gesucht hatte oder dass er sie niemals wieder verlassen soll. Doch kein Wort kam ihr über die Lippen, stattdessen schluchzte sie erneut vor sich hin.
Dann stellte ihr ein paar Fragen über ihre Ankunft und ihr Befinden. Sanft löst sie sich, damit sie sich etwas fangen konnte und endlich in der Lage war mit ihm zu Sprechen. Denn würde sie weiter ihren Bruder umarmen, würde sie einfach weiter weinen. Eventuell würde ihr mühsam errichteter Damm für die Tränen auch brechen und sie könnte gar nicht mehr aufhören zu weinen. Bei ihrem Bruder konnte dies schließlich leicht passieren. Bei ihm hatte sie sich schon immer ausgeheult, wenn etwas war und sie wusste, egal was war, er war immer für sie da. Jetzt in diesem Moment brauchte sie ihn mehr den je. Eine Person die sie auffing und ihr durch diesen Abschnitt in ihrem Leben half.
Grace schloss kurz die Augen und atmete tief ein. Als sie ihre Augen wieder öffnete, sah sie die Frau hinter Roan, welche mit verschränkten Armen diese Situation beobachtete. Kurz sah Grace sie verwirrt an, denn sie hatte keine Ahnung wer dies war. Roan hatte zuvor jemanden mit den Namen Lya gerufen und hatte sich auch dieser Frau mit dem Kopf zugewandt. War sie etwa die Partnerin von ihrem Bruder? Bis jetzt hatte sie noch nie an Roans Seite eine Frau gesehen, dazu hatte er zu sehr sein Privatleben von ihrem getrennt. Warum, dass wusste Grace nicht, doch sie hatte es einfach akzeptiert. Schließlich hatte sie Roan oft genug gesehen, weswegen sie diese Entscheidung von ihm nicht negativ empfand.
Anscheinend hatte nicht nur er viel von ihrem Leben verpasst. Auch sie hatte wohl nicht mitbekommen, wie er eine Person kennengelernt hatte, die ihm wichtig war. Der Unterschied war nur, dass Grace die Möglichkeit dazu hatte Lyanna noch kennen zulernen. Roan konnte nur noch das Kind von Juice erleben und aufwachsen sehen, aber niemals mehr den Vater treffen.
Bevor sie jedoch auf seine Fragen antworten konnte, verabschiedete sich Azra von der Familie Evans. Grace drehte sich zu ihm und winkte ihm zurück. Dabei nahm sie sich vor, die Tage bei ihm vorbeizuschauen und sich noch einmal bei ihm für alles zu bedanken. Eventuell mit einem kleinen Geschenk, was dem Mann hoffentlich gefallen würde. Was genau das werden würde, das musste sie jedoch sich noch überlegen.
"Ich ... ich bin erst heute angekommen! Azra hat mich im Wald gefunden.", antwortete sie dann endlich auf Roans Frage. Wie es ihr ging, dass sagte sie ihm jedoch nicht. Das wusste sie im Moment selber nicht. Weswegen sie lieber zur Seite sah, damit ihr Blick die Trauer nicht sofort verriet.
Sie hatte in dem letzten Monaten alles verloren, nur um dann an einem Tag so viel wieder zu bekommen. Doch wusste sie nicht, welches Gefühl in dem Moment stärker war. Die Trauer um Juice oder die Freude einen Teil ihrer Familie wieder zu haben und die Aussicht auf ein Kind von ihrem geliebten Mann.
Das Kind! Das wusste Roan noch nicht. Doch wie sollte sie es ihm am Besten erklären? Lieber gleich und es hinter sich bringen, beschloss die Evans.
"Habt ihr in dem Haus noch Platz für zwei?", fragte sie vorsichtig nach und versteckte so die Botschaft mit ihrer Schwangerschaft ohne sie Roan mit einem Hammerschlag zu offenbaren. Dabei legte sie wie zuvor in Azras Hütte sanft ihre Hände auf den Bauch, damit er ihre Worte nicht missverstehen konnte. Dabei konnte er zudem auch den feinen Ehering an ihrem Finger bemerken. Dass sie eigentlich Platz für drei brauchten, dass konnte Grace nicht ahnen.
Nervös knabberte sie mal wieder an ihrer Lippe und wartete auf die Reaktion von ihm.
Dass Roans Freundin oder gar Frau im Hintergrund war, hatte sie in dem Moment verdrängt. Jetzt zählte es erst einmal ihrem Bruder zu verklickern dass er Onkel wird. Danach konnten sie gerne hinein gehen und sich alles genauer einander erzählen. Roan konnte Lyanna Grace vorstellen und umgekehrt und sie lernten sich kennen. Doch gerade zählte für Grace nur eines: Sie wollte von Anfang an ihre Unsicherheit gegenüber ihrer Schwangerschaft wegschaffen, indem sie von ihrem Bruder hörte, dass er sie dadurch begleitete.

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